Engel & Völkers legt Wohnimmobilienbarometer auf

Das Immobilienberatungsunternehmen Engel & Völkers gibt künftig vierteljährlich ein Wohnimmobilienbarometer zur Stimmungslage am deutschen Markt heraus. Ein Ergebnis der ersten Ausgabe: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist hoch, während das Angebot rückläufig ist.

Basis des Indikators ist die Befragung der 200 deutschen Wohnimmobilien-Shops des Unternehmens zu aktuellen Angebots- und Nachfragetrends. Das Wohnimmobilienbarometer der aktuellen Marktsituation erscheine zum jetzigen Zeitpunkt erstmals rückblickend für das dritte Quartal 2012, so E&V, und biete gleichzeitig einen Ausblick auf die Erwartungen für das folgende vierte Quartal.

„Eine optimale Beratungsleistung setzt das Wissen über die zukünftigen Entwicklungen am Markt voraus. Unsere Wohnimmobilien-Shops sind auf ihren jeweiligen Kernmarkt spezialisiert und können diesen einschätzen. Dieses Wissen haben wir in dem Wohnimmobilienbarometer gebündelt. Dadurch hat jeder Shop auch die Möglichkeit, die Entwicklung auf seinem Markt im Verhältnis zur Entwicklung auf dem gesamtdeutschen Wohnimmobilienmarkt zu betrachten“, erläutert Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG, Hamburg.

Ein Ergebnis der Befragung: Das Wohnimmobilienangebot ist rückläufig. 50,4 Prozent der deutschen Wohnimmobilien-Shops hätten eine solche Entwicklung konstatiert, und das bei gleichzeitiger Steigerung der Nachfrage, die 55,2 Prozent der Befragten bestätigten. Lediglich 6,1 Prozent der Shops hätten eine gesunkene Nachfrage gemeldet. Knapp die Hälfte der Teilnehmer der Umfrage (48,3 Prozent) stellten fest, dass die Vermarktungsdauer für Wohnimmobilien zurückgegangen ist.

Die Preisentwicklung bestätigt nach Aussage von E&V den im Immobilienmarkt seit langem beobachteten Trend: 52,2 Prozent der Befragten verzeichneten gestiegene Preise, 47,0 Prozent meldeten keine Bewegung. Die daraus resultierende Beurteilung der allgemeinen Situation des Immobilienmarktes in Deutschland zeige deutlich positive Tendenzen: Mit „gut“ (51,8 Prozent) und „befriedigend“ (24,6 Prozent) sei ein breites Feld abgesteckt, das Zufriedenheit signalisiere. Insgesamt 14 Prozent der Befragten vergaben sogar die Note „sehr gut“. Die Frage nach den Erwartungen für das letzte Quartal dieses Jahres beantworteten demnach knapp Zweidrittel (65,8 Prozent) der Umfrageteilnehmer mit „gleich bleibend“, während 22,8 Prozent mit der Bewertung „besser“ optimistisch in die Zukunft blicken.

Die Angaben untermauern laut E&V die Annahme, dass sich die positive Marktentwicklung hinsichtlich steigender Nachfrage und daraus resultierender Preisstabilität in Deutschland weiter fortsetzen wird. „Die erste Erhebung für das dritte Quartal 2012 hat Ergebnisse hervorgebracht, deren Trend Brancheninsider vielleicht schon so oder ähnlich erwartet haben. Jetzt aber steht auf der Basis unserer Umfrageergebnisse gesichertes Datenmaterial zur Verfügung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse geben dem Markt verlässliche Orientierungshilfen“, so Enders. (bk)

Foto: Shutterstock

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