Anzeige
13. September 2012, 09:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Mietrendite zieht weltweit wieder an

Die weltweiten Wohnimmobilien-Kaufpreise können offenbar nicht auf Dauer deutlicher steigen als Mieten. Dadurch zieht die Mietrendite global wieder an. Das zeigt der Überblick zum Vermietungsmarkt “World Cities”-Index” der internationalen Immobilienberatung Savills.

Wohnimmobilien-weltweit in Wohnimmobilien: Mietrendite zieht weltweit wieder anDemnach hat es die Verlangsamung des Preisanstiegs auf den Wohnimmobilienmärkten der führenden Weltmetropolen im Laufe des letzten Jahres und im ersten Halbjahr 2012 den Mieten ermöglicht aufzuholen. In der Folge stiegen die Mietrenditen deutlich. Da laut Savills das Interesse an riskanten Investitionen seitens der Käufer vor dem Hintergrund der unsicheren Weltwirtschaft nachließ, stiegen die Mieten häufig sogar deutlicher als die Kaufpreise.

Das durchschnittliche Mietpreiswachstum über den gesamten World Cities-Index hinweg lag in der ersten Jahreshälfte bis Juni 2012 bei 4,1 Prozent. Demgegenüber stieg das Kaufpreisniveau um durchschnittlich 2,1 Prozent, was zu einer durchschnittlichen Rendite von 4,4 Prozent führte.

“Die Top-Weltmetropolen ziehen weiterhin Menschen an, dort zu leben und zu arbeiten. Selbst wenn das Interesse von Investoren und Eigennutzen für eine gewisse Zeit ins Stocken gerät, werden neu ins Land kommende Menschen immer noch eine Unterkunft benötigen und Wohnraum anmieten”, sagt Yolande Barnes, Director Global Research bei Savills. !Die Rahmenbedingungen für die Nachfrage nach Wohnraum bleiben solide, so dass die Prognose für den Vermietungsmarkt indexweit positiv ist.”

New York, auf Position 6 gemessen an der Preissteigerung, führt die Mietrendite-Tabelle mit einem Anstieg von brutto 6,9 Prozent zur Jahresmitte 2012 an, und zwar mit deutlichem Abstand vor dem letztplatzierten Shanghai, das einen durchschnittlichen Anstieg von nur 2,4 Prozent verzeichnete.

Mietrendite-Weltmetropolen1 in Wohnimmobilien: Mietrendite zieht weltweit wieder an

“Der New Yorker Markt verdeutlicht die permanente Spannung zwischen Miet- und Kaufpreisniveaus”, sagt Barnes. “Es kommt der Moment, in dem hohe Erträge zu einem zwingenden Kaufsignal werden. New York scheint an diesem Wendepunkt angekommen oder steht kurz davor.”

Barnes weiter: “Gleichzeitig kann der Anstieg der Kaufpreise jedoch nicht auf Dauer höher ausfallen als die zugrundeliegende Nachfrage auf der Vermietungsseite, weshalb die Mieten letztlich aufholen, da Neuankömmlinge in die begehrtesten Weltmetropolen strömen. In Mumbai und Shanghai sind die Eigentümer auf höhere Mieten aus, nachdem der Anstieg der Kaufpreise ins Stocken geraten ist. Angetrieben wird dies von dem nachvollziehbaren Wunsch der Investoren, ihre Rendite aus dem Investment nach einer längeren Periode, in der die Kaufpreise weitaus deutlicher stiegen als die Mieten, zu steigern.”

Dieser Trend habe sich Barnes zufolge positiv auf die Rahmenbedingungen für Investitionen in Shanghai ausgewirkt, allerdings war die Lücke zwischen dem Mietpreiswachstum und dem Anstieg der Kaufpreise in den letzten fünfeinhalb Jahren immens. Die Mieten stiegen durchschnittlich nur um 10,3 Prozent, während das Kaufpreisniveau um 137,3 Prozent zulegte, weil Investoren eher auf einen Anstieg der Immobilienpreise spekulierten als auf Ertragsstrategien zu setzen. Dies sei unter allen Weltmetropolen die extremste Polarisierung von Mieten und Kaufpreisen. (te)

Foto: Shutterstock 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Solange es immer mehr Menschen in die Ballungszentren zieht, wird es weiterhin steigende Mieten geben.

    Kommentar von Jan Lanc — 14. September 2012 @ 11:38

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...