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18. Mai 2012, 16:14
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Pfandbriefbanken: Preisanstieg bei Wohnimmobilien setzt sich fort

Die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen in Deutschland sind nach Angaben des Verbands deutscher Pfandbriefbanken auch im ersten Quartal 2012 leicht gestiegen. Anzeichen für eine Überhitzung des Marktes sieht der Verband nicht.

WohnimmobilienpreiseMit dem Zuwachs habe sich ein seit 2010 zu beobachtender Trend fortgesetzt. Der vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlichte Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum kletterte im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent auf 112 Punkte. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 habe der Index damit um 2,6 Prozent zugelegt. Basis aller Indizes ist das Jahr 2003, dessen Preisniveau einem Wert von 100 Punkten entspricht.

Die Preise stiegen nach Angaben des Verbands sowohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern als auch bei Eigentumswohnungen. Im Vergleich zum Vorquartal legte der Index für Ein- und Zweifamilienhäuser um ein Prozent zu. Mit plus 0,5 Prozent im Vorquartalsvergleich habe sich der Markt für Eigentumswohnungen etwas verhaltener entwickelt. Im Jahresvergleich der ersten Quartale 2011 und 2012 verlief die Preisentwicklung für beide Marktsegmente nach Angaben des vdp mit plus 2,6 und 2,5 Prozent dagegen in etwa gleich. Die Indizes zum selbstgenutzten Wohneigentum würden damit insgesamt weiterhin eine leicht nach oben gerichtete Entwicklung verzeichnen.

Ursächlich hierfür bleibt nach Aussage des vdp unter anderem die weiterhin positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. In Verbindung mit steigenden Haushaltseinkommen und weiterhin sehr günstigen Finanzierungsbedingungen stimuliere sie die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Anzeichen für einen übermäßigen, von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten abgekoppelten allgemeinen Preisanstieg auf den deutschen Wohnimmobilienmärkten sieht der vdp auf Basis der verfügbaren Daten allerdings bislang nicht.

Die gute Konjunktur- und Beschäftigungsentwicklung stütze zudem auch die Nachfrage nach Büroflächen, sodass sich der Büroimmobilienmarkt ebenfalls positiv entwickelt habe. Anfang 2012 kletterte der vdp-Kapitalwertindex für Büroimmobilien auf 115,2 Punkte, ein Anstieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Grund für diesen Anstieg sind nach Aussage des vdp steigende Neuvertragsmieten, die Ausdruck der gestiegenen Nachfrage nach Büroflächen sind. Im Jahresvergleich legte der vdp-Mietindex für Büroflächen um 3,9 Prozent zu.

„Der nunmehr seit zwei Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend ist insbesondere bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen nachfragegetrieben. Immobilieninvestoren, etwa junge Familien, finden angesichts günstiger Einkommens- und Konjunkturperspektiven sowie eines historisch niedrigen Zinsniveaus attraktive Rahmenbedingungen vor“, kommentiert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp. Die Nachfrage konzentriere sich dabei vor allem auf die wirtschaftsstarken Ballungsgebiete. Angesichts der Unsicherheiten an den Finanzmärkten insbesondere mit Blick auf die Schuldenkrise profitierten Immobilien nach wie vor davon, dass sie von Anlegern und Selbstnutzern als vergleichsweise sicheres Investment angesehen werden. Insgesamt sei daher weiter mit einer gesunden Entwicklung der Preise für Immobilien in Deutschland zu rechnen. (bk)

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