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19. Januar 2012, 08:04
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Sechs Milliarden Euro Wohninvestments

Der Investmentumsatz mit größeren Wohnungsbeständen verlief auch im vierten Quartal 2011 dynamisch: Insgesamt wurde 2011 ein bundesweites Transaktionsvolumen von 5,97 Milliarden Euro registriert und damit das Vorjahresergebnis um 59 Prozent übertroffen, so die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Wohnhaus-shutt 30511519-127x150 in Sechs Milliarden Euro WohninvestmentsIn die Analyse einbezogen wurden laut BNPPRE insgesamt 235 Verkäufe mit zusammen knapp 92.000 Wohnungen. Der durchschnittliche Umsatz pro Transaktion lag damit wie bereits im Jahr 2010 bei gut 25 Millionen Euro. Mit Abstand am meisten investiert wurde in Berlin, wo mit 47 Deals ein Verkaufsvolumen von knapp 2,5 Milliarden Euro erreicht wurde.

“Die rege Marktaktivität wird auch dadurch unterstrichen, dass 43 Prozent aller erfassten Deals ein Investitionsvolumen von weniger als 10 Millionen Euro aufweisen”, so Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNPPRE Deutschland. Über alle unterschiedlichen Assetklassen betrachtet, liegt der durchschnittliche Verkaufspreis nach Zahlen der Immobilienberater bei knapp 1.000 Euro pro Quadratmeter. Ausländische Investoren haben absolut zwar mehr angelegt als 2010, konnten mit knapp 29 Prozent ihren Anteil aus dem Vorjahr (38 Prozent) aber nicht ganz halten.

An erster Stelle der Assetklassen rangieren demnach weiterhin Bestandsportfolios, auf die rund die Hälfte des Ergebnisses (2,96 Milliarden Euro) entfielen. Am meisten wurde hier von Immobilien-AGs investiert, bedingt unter anderem durch die Übernahme der Mehrheitsanteile der Colonia Real Estate durch die TAG. Aber auch Spezialfonds und Equity/Real Estate Funds waren in diesem Segment sehr aktiv, wofür laut BNPPRE vor allem die vergleichsweise hohen Renditen verantwortlich seien. Der erzielte Durchschnittskaufpreis lag bei etwa 780 Euro pro Quadratmeter.

Mit rund 28 Prozent (gut 1,67 Milliarden Euro) waren ältere Bestandsobjekte mit kleineren Volumina am Ergebnis beteiligt, der durchschnittliche Verkaufspreis lag nach BNPPRE-Zahlen mit gut 1.000 Euro pro Quadratmeter um etwa 29 Prozent höher als bei den größeren Portfolios. Moderne Bestandsobjekte, die jünger als zehn Jahre sind, kamen dagegen auf rund 1.600 Euro pro Quadratmeter.

Die Milliardenschwelle durchbrochen haben laut dem Immobilienberatungsunternehmen auch Investitionen in Projektentwicklungen (knapp 17 Prozent). Da dieses Marktsegment in erster Linie für sicherheitsorientierte Anleger attraktiv sei, verwundere es nicht, dass hier drei Anlegergruppen für über 80 Prozent des Ergebnisses verantwortlich gewesen seien: Spezialfonds, Pensionskassen und Versicherungen, so BNPPRE. Die erzielten Durchschnittspreise liegen demnach bei gut 2.600 Euro pro Quadratmeter und damit leicht höher als im Vorjahr.

Seite 2: Auch 2012 großes Investoreninteresse zu erwarten

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