Anbieterwettbewerb: Baufinanzierungen so flexibel wie nie

Der zunehmende Wettbewerb unter den Banken und anderen Anbietern macht die derzeit ohnehin zu historisch günstigen Konditionen zu habenden Finanzierungslösungen flexibler denn je, berichtet der Finanzierungsvermittler Interhyp. Kunden hätten demnach zahlreiche Wahlmöglichkeiten was Zinsbindung und Tilgung betrifft. 

Die Rahmenbedingungen für Baufinanzierungen scheinen derzeit günstig wie nie zuvor: Einerseits befindet sich das Zinsniveau bei Bestkonditionen von unter 2,5 Prozent für zehnjährige Zinsbindungen nahe dem historischen Tief. Anderseits steht Interessierten die historisch breiteste Angebotspalette zur Verfügung, so der Vermittler für private Baufinanzierungen Interhyp.

„Die Banken liefern sich einen starken Wettbewerb um den Baufinanzierungskunden und bieten heute vielfältigste Lösungsvarianten. Ob ‚Sonderausstattungen‘ wie kostenlose Optionen zu Tilgungssatzwechsel und Sondertilgung oder vielfältige Zinsbindungen – Kreditinteressenten haben heute beste Chancen auf eine für sie passende Finanzierung“, konstatiert Interhyp-Vorstandschef Michiel Goris. Diese Angebotsvielfalt im Zusammenspiel mit den günstigen Zinsen nahe historischer Tiefstände führe dazu, dass es nie so leicht war, einen Haus- oder Wohnungskredit aufzunehmen, wie in den vergangenen Monaten, so Goris.

Vielfalt an Möglichkeiten 

Der Rat des Baugeldbrokers angesichts des anhaltenden Zinstiefs lautet: „Möglichst hoch tilgen, damit das Darlehen auch in einer realistischen Zeitspanne von 25 bis 30 Jahren abbezahlt ist“. Einige Sparkassen und Banken haben bereits eine Mindesttilgung von 1,5 oder zwei Prozent eingeführt. „Eine möglichst hohe Tilgung ist sinnvoll, um die Risiken von zukünftigen Zinserhöhungen gering zu halten“, weiß Goris. Darüber hinaus hätten Darlehensnehmer vielfältige Tilgungsoptionen. Sie könnten die anfängliche Tilgung in vielen Fällen frei wählen oder auch einen mehrmaligen Tilgungssatzwechsel während der Zinsbindung vereinbaren – auch ein Tilgungsaussatz sei zum Teil möglich. Das ist aus Sicht von Interhyp ein echter Flexibilitäts-Vorteil, beispielsweise dann, wenn durch Elternzeit oder Arbeitslosigkeit das Einkommen für eine gewisse Zeit sinkt. Zudem fänden sich heute Volltilgerdarlehen, die am Ende der Zinsbindung vollständig abbezahlt sind, im Bankenangebot. Goris sieht darin „größtmögliche Planungssicherheit“, da kein Darlehen für die Restschuld aufgenommen werden müsse.

Kostenlose Sondertilgung als Standard

Für nahezu alle Darlehensgeber sind kostenlose Sondertilgungen heute zum Standard im Angebot – meist als jährliches Kontingent und als festen Betrag oder Prozentanteil der Darlehenssumme. Laut Interhyp ist zum Beispiel eine kostenlose Sondertilgung von fünf Prozent der Darlehenssumme im Jahr durchaus üblich. „Wer einen Kredit hat, sollte wenn es ihm möglich ist, diese Chance zur außerplanmäßigen Tilgung nutzen“, rät Goris. Damit setze er einen „Tilgungsturbo“ in Gang, weil mit der geringeren Restschuld der Zinsanteil an der Rate sinkt und das Darlehen durch den dadurch höheren Tilgungsanteil schneller zurückgezahlt werde.

Was die Kreditlaufzeiten angeht, ist heute praktisch jede Sollzinsbindungen vom Darlehensnehmer wählbar. Aus Sicht des Baugeldbrokers sind in der aktuellen Niedrigzinsphase lange Zinsbindungen von fünfzehn, zwanzig oder noch mehr Jahren sinnvoll. „Früher waren Sollzinsbindungen von über zwanzig Jahren unüblich – heute bieten viele Banken längere Laufzeiten und Kunden nehmen das Angebot immer öfter wahr“, berichtet Goris. Sogar Zinsbindungen von 30 oder 40 Jahren seien möglich. (te)

Foto: shutterstock.com

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