18. Juni 2013, 09:26
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GdW: 2013 Bau von über 16.000 Wohnungen geplant

Die GdW-Unternehmen planen im Jahr 2013 den Neubau von über 16.000 Wohnungen. Das wäre der höchste Wert seit über 10 Jahren.

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Axel Gedaschko, Präsident des GdW

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Ob die Planzahlen erreicht werden, hängt jedoch davon ab, ob sich die Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau verbessern.

Im Jahr 2012 haben die GdW-Unternehmen aufgrund extrem hoher Baukosten, steigenden Grunderwerbsteuern und hohen energetischen Anforderungen etwa 1.100 Wohnungen weniger als im Vorjahr gebaut.

„Dies ist ein Einbruch auf sehr niedrigem Niveau. Dennoch zeigt er erneut: Die Bedingungen für den Wohnungsneubau in diesem Land sind mehr als mangelhaft”, erklärt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Baugenehmigungen gestiegen

Im Jahr 2012 wurde in Deutschland der Bau von 239.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit schwächte sich das starke Wachstum des Jahres 2011 (+ 21,7 Prozent) deutlich ab.

Allerdings lässt die Entwicklung bei den Baugenehmigungen erwarten, dass im Laufe dieses Jahres bei den fertiggestellten Wohnungen die 200.000-Marke wieder überschritten wird.

Der GdW schätzt die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in 2013 bundesweit auf rd. 213.000 Wohneinheiten. Das würde einen Anstieg um 11 Prozent bedeuten.

Niveau unterhalb des langfristigen Bedarfs

„Dennoch ist die Bautätigkeit in den Jahren 2007 bis 2010 auf ein Niveau abgesunken, das deutlich unter dem langfristigen Neubaubedarf lag“, sagt Gedaschko.

Mit der 2012 erreichten Zahl der Baugenehmigungen liegt die Bautätigkeit wieder innerhalb des Zielkorridors langfristiger Wohnungsbedarfsprognosen.

Insbesondere im Geschosswohnungsbau hat sich in den letzten Jahren ein hohes Defizit aufgebaut.

500.000 Wohneinheiten fehlen

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) prognostizierte für die Jahre 2010 bis 2015 einen jährlichen Neubaubedarf von rd. 110.000 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern.

Gebaut wurden aber deutlich weniger. Insgesamt fehlen rund 500.000 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern.

In wirtschaftlich dynamischen Ballungsgebieten wie Hamburg, München oder dem Rhein-Main-Gebiet ist daher schon jetzt mit einem akuten Wohnungsmangel zu rechnen.

Appell an die Politik

Der GdW appelliert an die Politik, den Wohnungsbau in den Ballungsregionen zielgerichtet zu fördern, um eine Wohnungsknappheit und damit auch für viele Mieter untragbar hohe Preise zu verhindern. (mh)

Foto: GdW

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