Deutsche-Hypo-Index: Anzeichen für weitere Belebung am Immobilienmarkt

Ungeachtet der anhaltenden Krise in der Eurozone mehren sich am deutschen Immobilienmarkt nach Einschätzung der Deutschen Hypo die Anzeichen für einen neuen Aufschwung – insbesondere auch bei Gewerbeimmobilien.

Die Februarbefragung für den Immobilienkonjunktur-Index der Deutschen Hypo habe zumindest in einigen Segmenten einen Stimmungsaufschwung angezeigt.

Nachdem das Immobilienklima seit November 2012 einen kontinuierlichen Zuwachs von insgesamt 7,8 Zählerpunkten verzeichnet habe, sank es den Angaben zufolge im Februar geringfügig um 0,3 Prozent auf aktuell 121,1 Zählerpunkte. Damit liege das Immobilienklima weiterhin auf einem relativ hohen Niveau und die positive Tendenz der letzten vier Monate weise auf eine Trendwende hin, die sich im Markt manifestiere.

Auch wenn das Gesamtbild auf eine stabile Seitwärtsbewegung des Immobilienklimas hindeute, entwickeln sich nach Aussage der Deutschen Hypo einzelne Segmente dynamisch. So seien im Februar 2013 sowohl das Handel- als auch das Industrieklima angestiegen. Dabei sei das Handelsklima um über 1,1 Prozent auf aktuell 116,1 Zählerpunkte gewachsen. Das Industrieklima stelle nach wie vor das volatilste Segment des Immobilienklimas dar. Dennoch spiegele die starke Steigerung von knapp zwölf Prozent auf aktuell 117,6 Zählerpunkte das Vertrauen der Marktakteure wider.

„Das Industrieklima überholt damit in absoluten Zahlen zum ersten Mal das Handelssegment und wird ausschließlich vom Wohnklima übertroffen. Die positiven Trends bei Handel und Industrie können durchaus im Kontext des anhaltend starken E-Commerce-Booms der letzten Jahre betrachtet werden“, so die Deutsche Hypo.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Deutsche Hypo/Bulwien Gesa

Das Wohnklima verzeichnet nach den Index-Ergebnissen zwar einen Rückgang um knapp 2,3 Prozent auf 166,3 Zählerpunkte, dennoch setzt es nach Angaben der Deutschen Hypo den stabilen Trend auf höchstem Niveau der vergangenen zwei Jahre fort. Das Büroklima sei um marginal 0,1 Prozent auf 105,9 Zählerpunkte gesunken. „Die kommenden Monate werden zeigen, ob unter den günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen die Trendwende in diesem Segment nachhaltig ist“, so die Analyse.

Positiv ist der Trend zudem bei der Immobilienkonjunktur die den Angaben zufolge um knapp drei Prozent auf 218,0 Zählerpunkte zulegte. Damit sei der letzte Höchststand vom Juli 2011 (219,9 Punkte) in Reichweite. (bk)

Foto: Shutterstock

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