Anzeige
Anzeige
13. November 2013, 09:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mittelstädte wenig von Mietpreisbremse betroffen

Die von Union und SPD geplante Mietpreisbremse wird nach einer Untersuchung der Vitus Gruppe nur geringe Auswirkungen für Bestandshalter von Wohnungen in Mittelstädten haben.

Vitus

Mittelstädte wie Darmstadt sind weniger von hohen Mietpreissteigerungen betroffen.

In den Koalitionsverhandlungen haben Union und SPD Pläne zu einer Begrenzung des Mietwachstums vorgelegt. Diese werden vor allem in den Metropolen greifen, in denen die Mieten in den vergangenen Jahren erheblich angezogen haben.

Besonders betroffen sind nach Einschätzung des Wohnungsunternehmens Vitus Gruppe Bestände in den Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Zu diesem Ergebnis kommt das Unternehmen in einer Studie, für die die Mietpreisspiegel aller Städte mit über 100.000 Einwohnern mit den aktuellen Angebotsmieten am jeweiligen Standort verglichen wurden.

Je niedriger der Abstand der Angebotsmieten zum Mietspiegel, desto geringer sind die Auswirkungen durch die geplanten Regulierungen für Immobilieninvestoren. “In den meisten Mittelstädten gibt es keine Anzeichen für überzogene Mieten wie in den Kernen vieler Metropolen. Randbezirke wie Oranienburg, Spandau und Marzahn von Berlin oder Mittelstädte wie Mönchengladbach sind weniger betroffen. Hier können Bestandshalter auch in Zukunft der Nachfrage entsprechend und zum Ausgleich von steigenden Bewirtschaftungskosten Mieterhöhungen durchführen, ohne gegen die geplante Mietpreisbremse zu verstoßen”, sagt Ben Lehrecke, CEO der Vitus Gruppe.

Im Schnitt liegen die Angebotsmieten in Mittelstädten demnach um 14 Prozent über dem Mietspiegel. In den Top-Sieben-Städten seien es dagegen 36 Prozent. Aktuell haben sich Union und SPD darauf verständigt, dass die Mieten in Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten nur noch maximal um zehn Prozent über die ortsübliche Vergleichsmiete angehoben werden dürfen.

Hälfte der untersuchten Mittelstädte liegen unter der Begrenzung

Bei fast der Hälfte der untersuchten 56 Mittelstädte liege der Abstand zwischen Angebotsmieten und Mietspiegel bei maximal zehn Prozent, so Vitus. In diesen Städten gebe es folglich gar keine negativen Auswirkungen für Investoren. Die übrigen Mittelstädte liegen im Schnitt allerdings um 26 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Das sei jedoch immer noch deutlich niedriger als in den Top-Sieben-Städten, in denen Investoren viel stärker von den geplanten Regulierungen betroffen sein werden.

Die Studie umfasst 56 Mittelstädte ab 100.000 Einwohnern und die Top-7-Städte. Für alle Städte wurde aus dem offiziellen Mietspiegel die Miete für eine etwa 60 Quadratmeter große Wohnung mittleren bis guten Standards abgelesen. Dabei wurde aus den Mieten aus allen verfügbaren Baualtersklassen der Mittelwert berechnet. Zusätzlich wurden für alle Städte die Angebotsmieten aus dem ersten Halbjahr 2013 verwendet, um den Abstand zum jeweiligen Mietspiegel zu berechnen.

Vitus gehört mit über 30.000 eigenen Wohnungen zu den großen Wohnungsunternehmen in Nord- und Westdeutschland. Darüber hinaus verwaltet Vitus Immobilien mehr als 20.000 Wohnungen im Auftrag von Eigentümern und Investoren. (bk)

Foto:  Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...