Große Rendite-Spannbreite bei offenen Immobilien-Publikumsfonds

Im vergangenen Jahr haben die offenen Immobilien-Publikumsfonds mit Deutschlandfokus deutlich besser abgeschnitten als die europaweit- und die global anlegenden Fonds. Das zeigt der Vergleich der jeweiligen Ofix-Indizes in der aktuellen Monatsauswertung der IPD Investment Property Datenbank. 

Daniel Piazolo, IPD

Die Performance des Index Ofix Deutschland betrug demnach 2,7 Prozent, während der Europa-Index ein Jahresergebnis von null Prozent verzeichnete, und der Ofix Global bei minus einem Prozent liegt. Im Monat Dezember liegt die Ofix Gesamtrendite bei 0,1 Prozent. Der Subindex der vorwiegend in Deutschland investierten Fonds liegt bei 0,1 Prozent, der Subindex der Europafonds bei 0,2 Prozent, und die global anlegenden Fonds bei minus 0,5 Prozent, so die aktuell veröffentlichte Ofix-Monatsauswertung der IPD.

„Die Liquidation von zehn der 22 Ofix-Fonds hat auch im Jahr 2012 die Performance des Index stark belastet“, analysiert Dr. Daniel Piazolo, Geschäftsführer der IPD Investment Property Databank GmbH. Die in Auflösung befindlichen Fonds verzeichneten laut Index im letzten Jahr Verluste zwischen minus 2,3 und minus 22,4 Prozent, während der Großteil der weiterhin am Markt aktiven Fonds Jahresrenditen zwischen zwei und drei Prozent erzielte. „Die verbleibenden Fonds verzeichneten 2012 stabile Renditen in der gleichen Höhe wie in den Jahren 2011 und 2010, auch wenn das Renditeniveau in den letzten drei Jahren deutlich unter dem langjährigen Mittel lag“, ergänzt Piazolo.

Hintergrund: Der Ofix-Index umfasst sämtliche für Privatanleger verfügbare Immobilien-Publikumsfonds. Zum Ende Dezember 2012 lag das Nettofondsvolumen aller im Index erfassten Fonds zusammen bei 73,7 Milliarden Euro. Der Gesamtindex Ofix-All fasst alle 22 Fonds zusammen. Die IPD-Subindizes entsprechen der regionalen Asset Allokation der Fonds. In den Subindex Ofix Deutschland fließen die Fonds ein, deren Immobilienvermögen zu mindestens 50 Prozent in Deutschland investiert ist. In den Subindex Ofix Europa fließen die Fonds ein, deren Immobilienvermögen zu weniger als 50 Prozent in Deutschland investiert ist, aber zu mehr als 75 Prozent in Europa. Die übrigen Fonds fließen in den Subindex Ofix Global ein. Von allen Index-Fonds ist es für die Investoren aktuell nur bei zwöf Fonds möglich, die Anteile zum anteiligen Nettofondsvermögen zu verkaufen. Zehn Fonds befinden sich in Liquidation. Da die Ofix-Indizes auf den Nettofondsvermögen sämtlicher Fonds basieren, wird die Illiquidität einzelner Fonds bei der Indexberechnung nicht gesondert berücksichtigt. (te)

Foto: IPD

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