25. Oktober 2013, 08:59
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Starkes Wachstum bei Hotelinvestments

An den fünf wichtigsten Tourismuszielen wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt mehr als 4,5 Milliarden Euro investiert. Eine deutliche Steigerung um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, geht aus einer Studie von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zur Entwicklungen auf dem europäischen Hotelmarkt im ersten Halbjahr 2013 hervor.

London in Starkes Wachstum bei Hotelinvestments

Insbesondere London gilt als sicherer Hafen für Hotelinvestments.

Wie bei anderen Immobilienarten gilt auch im Hotelsegment das Hauptinteresse der Investoren den Premiumobjekten. Dabei präsentiert sich der Investmentmarkt nach wie vor zweigeteilt mit qualitativ hochwertigen Objekten in den Hauptreisezielen auf der einen und kaum nachgefragten Häusern mit schwacher Performance auf der anderen Seite.

Großbritannien dominiert europäischen Markt

Den europäischen Markt für Hotel-Investments dominiert weiterhin Großbritannien, wo sich die Investitionen im ersten Halbjahr 2013 auf 1,9 Milliarden Euro summierten – 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere London gilt als sicherer Hafen mit starker Performance.

In Frankreich belief sich das Hotel-Investitionsvolumen in der ersten Jahreshälfte 2013 auf 1,3 Milliarden Euro, eine Steigerung um 119 Prozent im Vorjahresvergleich. Der starke Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Verkauf von Trophy Assets wie dem Mandarin Oriental und dem Verkauf eines Portfolios mit vier Concorde-Luxus-Hotels im ersten Quartal. Wesentliche Akteure in der französischen Hauptstadt sind nach wie vor Staatsfonds wie das Emirat Katar.

Signifikanter Zuwachs in Deutschland

Deutschland verzeichnete zwischen dem ersten Halbjahr 2012 und dem ersten Halbjahr 2013 einen ähnlich signifikanten Zuwachs. Hier legte das Investitionsvolumen um 121 Prozent auf knapp 800 Millionen Euro zu. Dies ist hauptsächlich auf den Verkauf des Queens Moat Houses-Portfolios (20 Hotels für etwa 300 Millionen Euro) im ersten Quartal zurückzuführen.

In Italien trug ungeachtet eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der Verkauf von Prestigeobjekten im Sommer dazu bei, dass sich der für das laufende Jahr beobachtete Trend zur Markterholung verfestigte.

In Spanien deutet sich aufgrund von Verbesserungen sowohl bei der allgemeinen wirtschaftlichen Lage als auch im Hotel-Segment ein positiver Jahresabschluss an: 2013 wird die Abwärtsspirale der vergangenen fünf Jahre enden.

Die Ergebnisse von 2012 dürften angesichts der derzeitigen Investment-Aktivitäten und der verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten übertroffen werden. Hotelbetreiber verfolgen nach wie vor die Strategie, sich von Anlagevermögen zu trennen, um zusätzliches Kapital für die Rückzahlung von Krediten locker zu machen. Daher wird ihr Anteil am Gesamtvolumen steigen. (mh)

Foto: Shutterstock

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