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10. Juni 2014, 09:40
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“Entwicklung hin zur Profi-Pflege in Pflegeheimen”

Die INP Holding AG, Hamburg, hat ihren ersten KAGB-Fonds gestartet. Cash. sprach darüber mit Vorstand Oliver Harms.

Pflegeimmobilien

“Wichtig ist festzuhalten, dass beide Betreuungsformen – ambulante und stationäre Pflege – für die Zukunft ihre Berechtigung haben, um der prognostizierten Anzahl von fast 3,5 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2030 Herr zu werden.”

Cash.: Welche Erfahrungen haben Sie bei der Auflage ihres ersten KAGB-konformen Fonds gesammelt, insbesondere im Genehmigungsverfahren bei der BaFin?

Harms: Grundsätzlich können wir auf eine kooperative Zusammenarbeit im Rahmen des Verfahrens mit der BaFin zurückblicken. Insbesondere die Gestaltung der Anlagebedingungen und auch die modifizierte Prospektgestaltung waren das Ergebnis einer engen Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde.

Sie haben bereits frühzeitig eine eigene KVG gegründet. Warum kam die Gründung einer Service-KVG für Ihr Haus nicht in Betracht?

Zum Zeitpunkt unserer Entscheidung war die Landschaft der Service-KVGs noch unübersichtlich, und insofern war unser Handeln eher von Dynamik getrieben, um den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen begegnen zu können. Einziger Kompromiss war es für uns, das Verfahren in zwei Schritte zu teilen: zunächst die registrierte KVG und jetzt zum Juni der Lizenzantrag.

In der jüngeren Vergangenheit wurde vereinzelt angezweifelt, dass eine Investition in Pflegeimmobilien rentabel ist. Die Argumente: Medizinischer Fortschritt und gesündere Lebensweise würden dafür sorgen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen nicht wesentlich steigt. Auch werde die Betreuung zu Hause immer wichtiger. Sind solche Bedenken berechtigt?

Wichtig ist festzuhalten, dass beide Betreuungsformen – ambulante und stationäre Pflege – für die Zukunft ihre Berechtigung haben, um der prognostizierten Anzahl von fast 3,5 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2030 Herr zu werden. Tatsache ist, dass die Menschen immer älter werden. Von der zunehmenden Pflegebedürftigkeit ist vor allem die Altersgruppe ab 80 Jahren betroffen.

In den vergangenen Jahren zeigt sich eine deutliche Entwicklung hin zur professionellen Pflege in Pflegeheimen. Der Grund hierfür ist zum einen die zunehmende Schwere der Pflegebedürftigkeit infolge der steigenden Zahl Hoch- und Höchstbetagter sowie die heutigen veränderten Familienstrukturen, die eine häusliche Betreuung oftmals erschweren oder gar unmöglich machen.

Bei Pflegeimmobilien sind viele sozial- und baurechtliche Vorschriften zu beachten. Überfordert das erforderliche Fachwissen Vermittler und Anleger?

Ich denke nicht, denn für diese speziellen Themenbereiche, die in der Tat Fachwissen und Erfahrung voraussetzen, sind ja wir als Asset Manager der Immobilien eingebunden. Unsere Leistungsbilanz bestätigt unser erfolgreiches Handeln, da wir in aktuell 20 Fonds nahezu keine Leistungsstörung verzeichnen.

Seite zwei: Die Zukunft der Pflege

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1 Kommentar

  1. Pflegefonds sind eine sehr gute Alternative zum Erwerb eines Pflegeappartements. Pflegefonds investieren in mehrere Pflegeheime und streuen somit das Risiko. Zudem kann mit relativ geringen Kapitaleinsatz gestartet werden.

    Kommentar von S. Rodenberg — 4. Mai 2017 @ 20:27

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