10. Juni 2014, 09:40
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“Entwicklung hin zur Profi-Pflege in Pflegeheimen”

Ihr neuer Fonds investiert in eine stationäre Pflegeimmobilie in Nordrhein-Westfalen. Wird die stationäre Pflege künftig das gefragteste Pflegekonzept sein oder werden Mischformen aus stationärer Pflege, betreutem Wohnen oder Tagespflege an Bedeutung gewinnen?

Grundsätzlich liegt die Zukunft in modernen, zeitgemäßen und vor allem bedarfsgerechten Einrichtungen. Hierbei sind das Verhältnis von Einzelzimmer zu Doppelzimmer, effiziente Aufteilung von Verkehrsflächen und vor allem die Standortfrage wichtige Parameter. Der angesprochene Mix von Pflegeformen kann zusätzlich für einen Standort prosperierend wirken.

Laut einer Studie von Ernst & Young wird bis 2020 jedes siebte Pflegeheim vom Markt verschwinden. Ist die Pflegebranche besonders insolvenzgefährdet?

Es muss deutlich zwischen Pflegeheiminsolvenz und Betreiberinsolvenz unterschieden werden. Grundsätzlich sollten die Einrichtungen für die Zukunft gewappnet sein. Insofern sind vollstationäre Pflegeeinrichtungen unter 80 Betten mit einem hohen Mehrbettenanteil pro Zimmer in der Tat gefährdet, eine langfristig nachhaltige Auslastung zu erwirtschaften. Der Anteil an zu revitalisierenden Pflegeeinrichtungen ist zurzeit immens.

Insbesondere Baujahre von 1960 bis 1990 stehen hier im Feuer, wenn sie nicht den Anforderungen der heutigen Pflegewelt entsprechen. Im Rahmen der Standortauswahl ist ein umfangreiches detailliertes Ankaufsprofil unser Wegbegleiter, und neben einer technischen und wirtschaftlichen Due Diligence holen wir auch zu jedem Standort ein Bedarfsgutachten ein.

Im vergangenen Jahr haben Sie Ihren ersten Kita-Fonds platziert. Was waren die ausschlaggebenden Gründe, in diesen Immobiliensektor zu expandieren?

Die Investmentparameter zur Pflege sind vergleichbar. Langfristige Pachtverträge, sozialer Zweck und ein überschaubarer Markt, den wir seit Jahren begleiten.

Woher stammt das Fachwissen für Kitas?

Das Fachwissen für den Betrieb einer Kita sowie für Betreuungs- und Erziehungsthemen sollte der professionelle Betreiber mitbringen. Wir kennen uns mit der Immobilie, dem Gesamtmarkt und den Mechanismen aus; analog zu unserer Tätigkeit bei den Pflegeimmobilien. Unsere Leistungsbilanz bestätigt auch das, da wir zwei Kita-Fonds mit drei Objekten bereits im Portfolio betreuen.

Pflege oder Kitas – In welchen Bereichen wollen Sie künftig den Schwerpunkt setzen?

INP ist Asset Manager von Sozialimmobilien, somit passen Pflegeimmobilien, Kitas oder Ärztehäuser in unseren Investitionsfokus.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: INP

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1 Kommentar

  1. Pflegefonds sind eine sehr gute Alternative zum Erwerb eines Pflegeappartements. Pflegefonds investieren in mehrere Pflegeheime und streuen somit das Risiko. Zudem kann mit relativ geringen Kapitaleinsatz gestartet werden.

    Kommentar von S. Rodenberg — 4. Mai 2017 @ 20:27

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