Mietpreisbremse: Politik versus Immobilienbranche

Dr. Thomas Wolfensberger, CEO der in Zürich und Köln ansässigen Peach Property Group AG, meint, dass eine künstliche Deckelung der Mietpreisentwicklung diese kurzfristig wohl etwas bremsen dürfte.

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„Allerdings werden die Investoren davon abgeschreckt, neue Projekte anzugehen, selbst wenn vorgesehen ist, den Erstbezug von Neubauten von der Mietpreisbremse auszunehmen. Die Investoren dürften es als Eingriff in den Mietmarkt sehen und um ihre künftigen Renditen fürchten“, erklärt Wolfensberger.

Mietpreisbremse schreckt Investoren ab

Es gebe Instrumente, die das Ziel – mehr bezahlbarer Wohnraum in sogenannten angespannten Wohnungsmärkten – effiektiver erreichen können, so zum Beispiel direkte Mietzuschüsse. „Gesetze, die dazu führen, dass die Preise nicht mehr durch den Markt gemacht werden können, werden schlussendlich immer zu Problemen führen, die viel größer sind, als das Problem, welches man damit zu lösen beabsichtigte“, warnt Wolfensberger.

Ob die Mietpreisbremse ihren Zweck erfüllen wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. „Nach der Einführung wird es erst einmal ruhiger werden“, glaubt Beyerle. „Ich erwarte ein Förderpaket zur Stimulierung des Wohnungsneubaus in Ballungszentren.“ Das sei eine sinnvolle Sache. Der Weg über die Mietpreisbremse hätte folglich nicht sein müssen.

Ballungsräume ziehen Bürger an

Grundsätzlich gilt: Mit oder ohne Mietpreisbremse – die Ballungsräume ziehen die Bundesbürger magnetisch an. Die Zahl der Käufer, die den hohen Preisen trotzen und in den großen Städten auf Einkaufstour gehen, wächst seit Jahren kontinuierlich. Wissenschaftliche Institute beobachten bereits seit den 1980er Jahren starke Wanderungsbewegungen in die Städte.

Attraktive Erwerbsmöglichkeiten, ein vielfältiges kulturelles Angebot, eine gute Infrastruktur und eine hohe Zahl von Kinderbetreuungseinrichtungen scheinen ihren Reiz nicht zu verfehlen. (st)

Lesen Sie den vollständigen Artikel zu Wohntrends in der Cash.-Ausgabe 12/2014.

Foto: LBBW Immobilien

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