Anklage: Fast eine Viertelmilliarde Euro Schaden durch S&K

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat ihre Anklage gegen sieben mutmaßliche Hauptverantwortliche der S&K-Unternehmensgruppe präsentiert. Den beiden Firmengründern werden 49 Straftaten vorgeworfen, und zwar schwerer banden- und gewerbsmäßiger Betrug, schwere banden- und gewerbsmäßige Untreue sowie ein Fall der Anstiftung dazu im Zeitraum von Oktober 2008 bis Februar 2013.

Die Angeschuldigten sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht geständig.

Die Anklage geht von einem Vermögensschaden in Höhe von rund 240 Millionen Euro aus.

Die Anklageschrift umfasst insgesamt 3150 Seiten. Die Angeschuldigten sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht geständig und haben sich größtenteils nicht zur Sache eingelassen.

Weitere Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen im Gesamtkomplex richten sich nach Angaben der Behörde gegen rund 140 Personen, darunter Gutachter, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, weitere S&K-Mitarbeiter und sonstige Personen. Sie seien diesbezüglich noch nicht abgeschlossen.

Rund 1.200 Ermittlungsbeamte und 15 Staatsanwälte hatten im Februar 2013 in sieben Bundesländern 130 Durchsuchungen durchgeführt. Gegen Verantwortliche der S&K-Holding und verbundener Unternehmen wird seit Mitte 2012 unter anderem wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrugs ermittelt. Die Beschuldigten werden verdächtigt, ein umfassendes Schneeballsystem installiert zu haben. (kb)

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Foto: Shutterstock

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