21. Mai 2015, 15:18
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Trotz Wohnungsmangel: Baugenehmigungen steigen weniger stark

Die Zahl der Baugenehmigungen für Geschosswohnungen ist nach aktuellen Daten im ersten Quartal 2015 bundesweit um drei Prozent gestiegen. Dies reiche nicht aus, um die hohe Nachfrage in den Ballungsräumen zu decken, mahnt der Immobilienverband Deutschland (IVD).

Wohnungsbau

Der Anstieg im Wohnungsbau schwächt sich bereits wieder ab.

Die abnehmende Dynamik bei den Baugenehmigungszahlen hat sich im ersten Quartal 2015 weiter fortgesetzt. Von Januar bis März wurden insgesamt 64.800 Wohneinheiten (Häuser und Wohnungen) genehmigt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies lediglich ein Anstieg um 1,5 Prozent. Im ersten Quartal 2014 hatte der Zuwachs noch bei 15,3 Prozent gelegen.

Bedenklicher Trend

“Damit setzt sich der nachdenklich stimmende Trend aus 2014 fort”, kommentiert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD, die aktuellen Zahlen. “Bereits 2014 waren die Baugenehmigungen sehr viel weniger stark gestiegen als in den zwei Jahren zuvor. Dies ist zu großen Teilen auf die politischen Regulierungen zurückzuführen, die Projektentwickler und Bauträger abschrecken.”

Zu wenig Wohnungsbau in Ballungsräumen

Die Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern lagen bei 28.821 Einheiten – ein Anstieg um 3,0 Prozent. “Das ist angesichts der Herausforderungen in den Ballungsräumen viel zu wenig”, kommentiert Schick.

Der IVD appelliert daher an die Kommunen, die Bauprojekte zu fördern und die laufenden Genehmigungsverfahren zu flexibilisieren und zu beschleunigen. Dazu sei es auch nötig, die Zahl der Mitarbeiter in den Behörden zu erhöhen.

“Wohnungsneubau ist nach wie vor das einzige wirksame Mittel gegen angespannte Wohnungsmärkte und steigende Mieten”, so Schick weiter. “Die Politik sollte daher die Investitionsbedingungen für den Wohnungsbau verbessern und sie nicht durch immer neue Regularien verschärfen.” (bk)

Foto: Shutterstock

 

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