Anzeige
1. Juni 2015, 18:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Annington: Gagfah-Übernahme zahlt sich aus

Der Kauf des Konkurrenten Gagfah zahlt sich für den Immobilienkonzern Deutsche Annington deutlicher als erwartet aus. Von der Mietpreisbremse sieht sich das Unternehmen nicht betroffen.

Chart-750-shutt 158034035 in Deutsche Annington: Gagfah-Übernahme zahlt sich aus

Das operative Ergebnis der Deutschen Annington ist nach der Übernahme der Gagfah im ersten Quartal 2015 um 87 Prozent gestiegen.

Der Immobilienkonzern Deutsche Annington rechnet aus der 4,3 Milliarden Euro teuren Übernahme der Gagfah mit deutlich höheren Einsparungen als bisher.

Bis Ende 2017 sollen die jährlichen Kosten um etwa 130 Millionen Euro gedrückt werden, wie der größte deutsche Immobilienkonzern am Montag in Bochum mitteilte.

Aktie legt deutlich zu

Bei den Investoren kam die Nachricht gut an – die im M-Dax notierte Aktie legte zum Wochenauftakt um bis zu acht Prozent zu. Das erst 2013 an die Börse gebrachte Papier gilt wegen der Marktkapitalisierung von inzwischen elf Milliarden Euro mittelfristig als Dax-Kandidat.

Neben dem erhöhten Sparziel gab der Konzern erstmals eine Prognose für 2015 inklusive Gagfah ab. Das operative Ergebnis – gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) – soll auf 530 bis 550 Millionen Euro steigen (2014: 287 Millionen Euro). Ohne Gagfah wären 340 bis 360 Millionen Euro anvisiert gewesen.

Der FFO I zeigt an, wie viel Geld im Kerngeschäft erwirtschaftet wird und für Investitionen zur Verfügung steht. Dabei werden vom Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die Folgen von Sonderereignissen wie der Gagfah-Übernahme herausgerechnet sowie laufende Steuer- und Zinsaufwendungen abgezogen.

Mietpreisbremse hat kaum Auswirkungen

Auch die jüngste politische Reform auf dem Wohnungsmarkt dürfte die Deutsche Annington kaum schwächen: “Wir sind von der Mietpreisbremse nur am Rande betroffen”, sagte Unternehmenschef Rolf Buch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Viele Wohnungen der Deutschen Annington lägen nicht in solchen Ballungsräumen, in denen die Mietpreisbremse überhaupt greifen könnte.

Die Bundesländer können seit diesem Montag Gebiete mit “angespanntem Wohnungsmarkt” ausweisen, wo die Miete bei Neuvermietungen dann nur noch begrenzt steigen dürfen. Wegen eines geringen Leerstands in Wohnungen der Deutschen Annington gebe es dort aber ohnehin wenige Neuvermietungen, sagt Buch. Der Konzern konzentriere sich außerdem ohnehin auf “bezahlbaren Wohnraum”.

Operatives Ergebnis klettert im ersten Quartal 2015 um 87 Prozent

In den ersten drei Monaten des Jahres zog das operative Ergebnis der Deutschen Annington gemessen am FFO um rund 87 Prozent auf 115,7 Millionen Euro an – dabei war die Gagfah im Monat März bereits berücksichtigt.

Neben dem Zukauf profitierte der Konzern von einem sinkenden Leerstand und etwas höheren Mieten. Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings. Das Ergebnis ging um gut ein Fünftel auf 30,3 Millionen Euro zurück. Unter anderem drückten Kosten für die Finanzierung der Gagfah-Übernahme den Gewinn.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

 

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Immobilienwintercheck: So gibt’s keinen Ärger mit der Versicherung

Der Novemberwetter zeigt sich zunehmend kühler. Wenn die Prognosen eintreten, erwartet uns in der kommenden Woche der erste Wintereinbruch mit Schnee und Frost. Um etwaige Versicherungsansprüche bei Frostschäden nicht zu gefährden, sollten Hausbesitzer vor dem kalendarischen Winteranfang einen kompletten Wintercheck durchführen, empfiehlt die Verbrauchersorganisation (GVI).

mehr ...

Immobilien

Immobilieninvestments: Anleger wenden sich von München ab

Kommt jetzt die Trendwende? In den vergangenen zwölf Monaten sind die Immobilieninvestments in der bayerischen Landeshauptstadt um ein Drittel eingebrochen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Krypto-Indexfonds

Krypto-Fonds gibt es bereits. Ein Schweizer Vermögensverwalter ist sich dennoch sicher, mit einem neuen Fonds den Krypto-Markt zu stärken. Regulierung muss Krypto-Anlageprodukten nicht schaden, sie kann ihnen auch nützen, so der Anbieter.

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...