19. Februar 2015, 10:17
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Hauspreis-Index EPX: Preise ziehen wieder leicht an

Nach einem leichten Rückgang Ende 2014 legte der Europace Hauspreis-Index (EPX) im Monat Januar wieder moderat zu. Dennoch ist Wohneigentum nach Einschätzung von Europace derzeit vielerorts gut erschwinglich.

EPX Index

In den vergangenen fünf Jahren sind die Immobilienpreise im Schnitt um 21 Prozent gestiegen.

Die Haus- und Wohnungspreise in Deutschland kletterten nach den Ergebnissen des EPX im Januar 2015 im Schnitt um 0,98 Prozent.

Auf Zwölf-Monatssicht ergebe sich eine Zunahme um 5,43 Prozent. Auch die Teilindizes legten nach Angaben von Europace im Januar leicht zu. Während Eigentumswohnungen um 1,65 Prozent teurer wurden, kletterte der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,58 Prozent und für Bestandsimmobilien um 0,75 Prozent.

Wohneigentum trotz Preiszuwachs gut erschwinglich

„Dass der leichte Rückgang Ende des Jahres nicht von Dauer sein würde, hatten wir ja prognostiziert. Immobilien bleiben auch 2015 hochinteressant“, kommentiert Thilo Wiegand, Vorstandsvorsitzender der Europace AG. Wohneigentum sei erschwinglicher als jemals zuvor.

Nach den Ergebnissen des EPX sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Wohnungen innerhalb der letzten fünf Jahre um rund 21 Prozent gestiegen.

Baufinanzierungskosten deutlich gesunken

Gleichzeitig hätten sich jedoch die Kosten für eine Baufinanzierung deutlich verbilligt. Nach den Ergebnissen des „Schwester-Index“ Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB) lag die Rate für ein Standarddarlehen (150.000 Euro, zehn Jahre Sollzinsbindung, zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihung) im Dezember 2009 noch bei 811 Euro. Fünf Jahre später fallen für das gleiche Darlehen nur noch durchschnittlich 493 Euro für Zins und Tilgung an.

„Das bedeutet, dass ein Darlehensnehmer heute rund 39 Prozent weniger zahlen muss, um den gleichen Kreditbetrag zu erhalten wie Ende 2009“, erläutert Wiegand. „Das gleicht die gestiegenen Immobilienpreise, selbst ohne Einbeziehung von Lohnsteigerungen, mehr als aus.“

Unterschiede zwischen den Regionen

Allerdings sei die Erschwinglichkeit jenseits der Großstädte deutlich höher als in den gefragten Lagen der Ballungszentren. „Wer in München eine Eigentumswohnung kaufen möchte, dem wird das Wort ‚erschwinglich‘ kaum über die Lippen kommen“, so Wiegand.

So zeige auch der Index des Immobilienverbands Deutschland (IVD) für München mit einem Wert von 58,6 die niedrigste Erschwinglichkeit, während der Ostteil von Berlin mit 139,5 die erschwinglichste der zwölf untersuchten Metropolen sei. In Regionen mit negativer demografischer Entwicklung würden gar Indexwerte von deutlich über 200 erreicht. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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