22. Juni 2015, 07:30
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Mietpreisbremse: Mieter fürchten Schlupflöcher und Renovierungsstaus

62 Prozent der Mieter rechnen damit, dass viele Vermieter vor Inkrafttreten der Mietpreisbremse noch die Miete erhöhen. Zudem glauben viele, dass Renovierungen aufgeschoben werden. Das geht aus einer Umfrage des Nürnberger Online-Portals Immowelt hervor.

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Die Mieten werden gesetzlich gedrosselt. Viele Mieter fürchten, dass Renovierungen künftig aufgeschoben werden.

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass die Mieten in Ballungsräumen und Großstädten künftig nicht mehr so rasant steigen wie in den vergangenen Jahren.

Statt der erhofften Entspannung auf dem Wohnungsmarkt fürchten 62 Prozent der deutschen Mieter allerdings, dass viele Vermieter vor der Einführung in ihrer Region noch mal kräftig die Miete erhöhen werden. Ebenfalls 62 Prozent glauben, dass Vermieter trotz Mietpreisbremse auch künftig noch Schlupflöcher finden werden, um höhere Mieten durchzusetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Online-Portals Immowelt.

Mieter fürchten Renovierungsstaus

Die Mietpreisbremse gilt grundsätzlich seit 1. Juni 2015, wird bisher allerdings nur in Berlin umgesetzt. Für weitere Städte wird die Umsetzung gerade vorbereitet oder geprüft. Gilt das Gesetz, so darf der Mietpreis bei Neuvermietung maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausgenommen sind Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 zum ersten Mal vermietet wurden, sowie umfassend sanierte Wohnungen.

Sinkende Qualität

Vor diesem Hintergrund gehen laut den Immowelt-Umfrageergebnissen 28 Prozent der Befragten davon aus, dass in Folge der Mietpreisbremse die Qualität der Mietwohnungen sinken wird. Sie fürchten Renovierungsstaus, da sich Teilsanierungen wie ein neues Bad oder neue Fenster für Vermieter nicht mehr lohnen.

Der Vermieter darf künftig lediglich zehn Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen – allerdings auch nur so lange, bis er seine Aufwendungen gedeckt hat und wenn es sich um energetische Sanierungen handelt. (st)

Foto: Shutterstock.com

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