Berliner Wohnungsmarkt: Anhaltende Dynamik

Eine Umfrage des Informationsdienstes „Fachkraft 2020“ ermittelt für Berlin einen Wanderungssaldo für Absolventen von plus 54 Prozent. Und diese Gruppe zieht es vor allem nach Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Nord-Neukölln.

Denn dort gibt es viele kleinere Wohnungen, eine große Nähe zu Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie zu Kultur- und Freizeitangeboten – allesamt auch Faktoren, die eine höhere Umzugsneigung erzeugen und bislang regelmäßige Mietanpassungen ermöglichen.

Gewachsene Urbanität

Darüber hinaus gibt es dort etwas, das sich nicht ohne Weiteres erzeugen und schon gar nicht beliebig vermehren lässt: gewachsene Urbanität. In den zentrumsnahen Kiezen mit klassischer Blockrand-Zweckentbebauung dürfen Anleger auf eine hohe Wertstabilität beziehungsweise Wertsteigerungen hoffen, selbst wenn sich der Trend zur Urbanisierung wieder abschwächen sollte.

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Im Ergebnis des Zuzugs und der vergleichsweise geringen Bautätigkeit sind die Angebotsmieten in Friedrichshain-Kreuzberg im dritten Jahr in Folge um mehr als elf Prozent auf nun durchschnittlich zehn Euro gestiegen.

Trotz vergleichsweise geringer Einkommen hat der Bezirk damit den unangefochtenen Spitzenplatz inne, deutlich vor Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte. Ähnliche Tendenzen lassen sich auch im Norden Neuköllns und in Schöneberg sowie in Moabit und seit Kurzem auch im Wedding beobachten.

Gestiegene Kaufpreise

Wer von den sich daraus ergebenden Chancen profitieren will, muss sich aber auf ein inzwischen deutlich gehobenes Preisniveau einstellen: In Charlottenburg-Wilmersdorf müssen bei einem professionellen Anbieter aktuell durchschnittlich 4.350 Euro pro Quadratmeter im Bestand beziehungsweise 4.850 Euro im Neubau gezahlt werden.

In Mitte sind es ebenfalls 4.850 Euro pro Quadratmeter im Neubau und 4.250 Euro im Bestand sowie in Friedrichshain-Kreuzberg bereits 3.750 Euro pro Quadratmeter im Neubau und 3.050 Euro im Bestand.

Seite drei: Konservativ kalkulieren

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