Anzeige
Anzeige
13. Januar 2015, 09:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnungsmarkt NRW: Wachstum in den Wirtschaftszentren

Der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen präsentiert sich uneinheitlich, so eine Studie der NRW Bank. Während in einigen Regionen die Bevölkerungszahlen sinken, kann die Nachfrage in den Wachstumszentren kaum gedeckt werden.

Wohnungsmarkt NRW

Köln: Die Nachfrage nach erschwinglichen Mietwohnungen in der Domstadt übersteigt das Angebot.

Nach vielen Jahren des Schrumpfens wächst die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen durch die steigende Zuwanderung leicht. Vor allem in den wachstumsstarken Kernstädten der Rheinschiene fehle es an Wohnungen, so der Wohnungsmarktbericht NRW 2014 der NRW Bank.

Die Folge sei, dass insbesondere bezahlbare Wohnungen für Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen Mangelware bleiben. Weiter steigende Baulandpreise auf den angespannten Märkten verschärften die Situation.

Zuzug in die Wirtschaftszentren

Seit 2011 ist die Zahl der Einwohner in Nordrhein-Westfalen demnach um knapp 0,2 Prozent auf rund 17,6 Millionen Menschen gestiegen. Dieser Anstieg sei auf Zuwanderungsgewinne zurückzuführen.

Regional gebe es aber große Unterschiede: Während die Arbeitsplatzzentren Düsseldorf, Köln und Münster sowie die Regionen Aachen, Bielefeld und Paderborn/Gütersloh nach Auskunft der NRW Bank wachsen, sinken im Ruhrgebiet, im Sauerland, in Südwestfalen und im östlichen Ostwestfalen die Einwohnerzahlen kontinuierlich.

Zu wenig erschwingliche Wohnungen

Diese Entwicklung wirke sich auch auf die Wohnungsversorgung aus. So stehen in den wachsenden Städten zu wenige nachfragegerechte Wohnungen bereit.

Dabei mangelt es nach Aussage der Studie weiterhin vor allem an bezahlbaren Wohnungen. Neu gebaut wurden in den vergangenen Jahren vorrangig hochpreisige Wohnungen. Häufig seien nur wenige geeignete und daher teure Baugrundstücke verfügbar. Der Bau öffentlich geförderter Mietwohnungen bleibe daher wichtig, um die Versorgung mit preisgünstigem Wohnraum sicherzustellen.

Wohnungsbestand um 0,5 Prozent gewachsen

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2013 rund 40.000 Wohnungen fertiggestellt – die meisten in den wachsenden Städten der Rheinschiene. In Köln trug der Wohnungsneubau nach Auskunft der NRW Bank dazu bei, dass der Wohnungsbestand von 2011 bis 2013 durchschnittlich pro Jahr um 0,5 Prozent zunahm.

Auch in Bonn (0,6 Prozent) und Münster (1,2 Prozent) lag die Neubautätigkeit über dem Landesdurchschnitt (0,4 Prozent), in Düsseldorf jedoch trotz der hohen Nachfrage darunter (0,3 Prozent).

In Köln wurden den Angaben zufolge von 2011 bis 2013 im jährlichen Durchschnitt rund 28 Prozent aller neu gebauten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern öffentlich gefördert, in Bonn und Münster jeweils rund 23 Prozent. In Düsseldorf waren es rund neun Prozent.

Mietniveau legt zu

Die Mieten für zur Neuvermietung anstehende Bestandswohnungen, die den weitaus größten Teil des Angebots ausmachen, stiegen von 2008 bis 2013 nach Aussage der Studie um rund sechs Prozent. Sie kletterten besonders in ohnehin schon teuren Regionen, am stärksten in der Rheinschiene, im Großraum Aachen und im Münsterland. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Digitalisierung in der PKV: Ohne Kundenvertrauen geht nichts

Die Digitalisierung ermöglicht es Unternehmen, transparenter und effizienter zu arbeiten und einen besseren Zugang zum Kunden zu erhalten – die PKV kämpft momentan allerdings noch gegen allgemeines Misstrauen und ungeklärte Datenschutzregelungen.

mehr ...

Immobilien

GdW: Abwärtstrend bei Baugenehmigungen ist bedenklich

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent gesunken. Von einem anhaltenden Aufschwung könne keine Rede mehr sein, mahnt der Wohnungsverband GdW.

mehr ...

Investmentfonds

Meag setzt auf Liquid Alternatives

Liquid Alternatives sind derzeit speziell im Segment Multi Asset stark nachgefragte Vermögenswerte. Die Meag hat nun einen Publikumsfonds zum Thema aufgelegt.

mehr ...

Berater

BVK-Vizepräsident im Amt bestätigt

Der Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) Gerald Archangeli (48) ist auf der Jahreshauptversammlung des Verbands am 18. Mai 2017 in Bonn für eine weitere vierjährige Amtszeit einstimmig wiedergewählt worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für Ökorenta Erneuerbare Energien IX

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Sachwertfonds „Erneuerbare Energien IX“ der Ökorenta aus Aurich mit insgesamt 82 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

Möblierte Wohnungen: Checkliste für Vermieter

Möblierte Wohnungen auf Zeit mieten zu können ist für Mieter und Vermieter praktisch. Auch wenn Mieter und Vermieter in der Regel Privatpersonen sind, müssen sie einige wichtige Punkte beachten. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste erstellt.

mehr ...