Anzeige
Anzeige
22. Oktober 2015, 10:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Qualitypool rät Baufi-Vermittlern zur Überprüfung der Gewerbeerlaubnis

Qualitypool rät Vermittlern von Baufinanzierungen dazu, zeitnah zu überprüfen, ob sie sowohl eine Genehmigung zur Darlehensvermittlung als auch zur Immobilienvermittlung besitzen. Grundlage dieser Empfehlung ist der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie.

Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Ab 21. März 2016 gelten für Baufinanzierungsvermittler strengere gesetzliche Anforderungen.

Laut dem Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) müssen auch erfahrene Vermittler, welche die „Alte-Hasen-Regelung“ in Anspruch nehmen möchten, beide Genehmigungen vorweisen.

Dies stelle Baufinanzierungsberater vor eine Herausforderung: Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sehe vor, dass Kreditvermittler sowohl über eine Erlaubnis zur Darlehensvermittlung (Paragraf 34c Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 GewO) als auch über eine Genehmigung zur Immobilienvermittlung (Paragraf 34c Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 GewO) verfügen müssen.

Änderung des Gesetzentwurfs noch möglich

Der Gesetzesentwurf orientiert sich laut Qualitypool offenbar an einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg aus dem Jahr 1997, welches besagt, dass Immobilienkreditvermittler über beide Genehmigungen verfügen müssen.

In Fachkreisen werde derzeit diskutiert, dass der Gesetzesentwurf bezüglich der geforderten Genehmigungen angepasst und das Vorliegen der Erlaubnis zur Immobilienvermittlung aus dem Entwurf gestrichen werden könnte.

So beschloss der Bundesrat in einer Sitzung Ende September, dass auf die zwingende Voraussetzung einer Erlaubnis zur Immobilienvermittlung verzichtet werden sollte. Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags wurde dieser Vorschlag vor wenigen Tagen bekräftigt.

Noch keine endgültige Entscheidung

Da jedoch noch keine endgültige Entscheidung über den Verbleib der Erlaubnis vorliegt, sollten Baufinanzierungsvermittler laut Qualitypool unbedingt ihre Gewerbeerlaubnis überprüfen.

„Wir haben in vielen Gesprächen mit Kreditvermittlern festgestellt, dass sich einige von ihnen auf Anhieb nicht sicher waren, ob sie auch über eine Genehmigung zur Immobilienvermittlung verfügen“, stellt Michael Neumann, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, fest. „In der Vergangenheit haben nach unseren Recherchen Gewerbeämter nicht durchgängig darauf hingewiesen, dass sowohl die Genehmigung zur Darlehensvermittlung als auch zur Immobilienvermittlung von Baufinanzierungsvermittlern erworben werden müssen. Dementsprechend vermuten wir, dass ein Teil der Vermittler bisher nur die Erlaubnis zur Darlehensvermittlung besitzt.“ Falls die geforderte Genehmigung zur Immobilienvermittlung nicht vorhanden sein sollte, rät Qualitypool Kreditvermittlern zu einer Rechtsberatung.

„Baufinanzierungsberater, welche die „Alte-Hasen-Regelung“ in Anspruch nehmen möchten, sollten sich bei diesem Thema nicht in Sicherheit wiegen“, ergänzt Neumann, „Berater, die bereits seit dem 21. März 2011 Baufinanzierungsdarlehen vermitteln, müssen laut bisherigem Gesetzesentwurf über beide Genehmigungen verfügen. Ansonsten gilt der betreffende Berater nicht als ‚Alter Hase‘ und kann die Erleichterung nicht für sich in Anspruch nehmen. Sollte diese Regelung tatsächlich in Kraft treten, wird aller Voraussicht nach ein Erlangen der Gewerbeerlaubnis zur Immobilienvermittlung zum heutigen Zeitpunkt nicht ausreichen, um dann die ‚Alte-Hasen-Regelung‘ zu nutzen.“

Online-Check hilft bei Überprüfung

Qualitypool stellt seinen Partnern aktuell einen Online-Check zur Verfügung, mit dessen Hilfe überprüfen können, ob sie nach heutigem Stand unter die „Alte-Hasen-Regelung“ fallen oder nicht. Nach Abschluss des Checks sei für den Qualitypool-Partner klar ersichtlich, ob er eine Sachkundeprüfung zur Beantragung des neuen Paragrafen 34i GewO ablegen müsse oder nicht. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

EU-Kommission: Keine Fusion von Banken- und Versicherungsaufsicht

Die EU-Kommission will die Aufsicht über die Finanzmärkte enger verzahnen, lehnt aber die von Deutschland vorgeschlagene Verschmelzung der europäischen Versicherungs- mit der Bankenaufsicht ab.

mehr ...

Immobilien

Immobilienwirtschaft hofft auf Aus für Mietpreisbremse

Nach der kritischen Bewertung des Berliner Landgerichts zur Mietpreisbremse machen sich die Verbände der Immobilienwirtschaft Hoffnungen, dass die Regelung wieder abgeschafft wird. Die SPD hält dagegen an der Preisbremse fest.

mehr ...

Investmentfonds

OECD: Konjunktur im Eurogebiet läuft besser als erwartet

Die Wirtschaft im Eurogebiet mit 19 Ländern läuft nach Einschätzung der OECD besser als erwartet. Das Wachstum dürfte im laufenden Jahr 2,1 Prozent erreichen, das seien 0,3 Punkte mehr als noch im Juni angenommen.

mehr ...

Berater

BaFin stoppt Anlagevermittler aus Schweden

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der A und O Ltd. mit Sitz in Stockholm/Kista, Schweden, aufgegeben, die ohne Erlaubnis erbrachte Anlagevermittlung unverzüglich einzustellen.

mehr ...
20.09.2017

N26: Kua wird CTO

Sachwertanlagen

“Neue Geschäfte im Bereich maritimer Assets”

Die Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) aus Hamburg setzt ihren Kurs der strategischen Neuausrichtung und Strukturierung fort und meldet positive Ergebnisse für das erste Halbjahr 2017. Die Schifffahrt spielt weiterhin eine wesentliche Rolle.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...