Vonovia erwartet bei Deutsche-Wohnen-Übernahme keinen Widerstand des Kartellamts

Im Übernahmekampf um den zweitgrößten deutschen Wohnungskonzern Deutsche Wohnen erwartet Marktführer Vonovia keinen großen Gegenwind von den Wettbewerbshütern. „Ich persönlich glaube nicht, dass es kartellrechtliche Probleme geben wird“, sagte Vonovia-Finanzchef Stefan Kirsten der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstag). Allerdings könne sich die Prüfung etwas hinziehen.

Der Branchenführer Vonovia greift nach seinem Hauptkonkurrenten.

Experten halten es zudem für möglich, dass der Konzern bei einem Zusammenschluss dazu gezwungen werden könnte, sich von Wohnungen in Berlin zu trennen. Trotzdem bleibe das Geschäft für Vonovia auch dann noch attraktiv, sagte Kirsten und verwies auf die gestiegenen Immobilienpreise in der Hauptstadt.

Mieterbund warnt vor Übernahme

Der Deutsche Mieterbund rief derweil das Kartellamt auf, die Vonovia-Pläne für eine Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen genau zu untersuchen. „Bei einer Übernahme der Deutschen Wohnen durch die Vonovia könnte eine marktbeherrschende Stellung im unteren Mietpreis-Segment entstehen“, sagte die NRW-Chefin des Verbandes, Silke Gottschalk der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

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Vonovia hatte am Mittwoch den Aktionären der Deutschen Wohnen ein eigenes Übernahmeangebot im Umfang von 14 Milliarden Euro unterbreitet. Damit will der seit kurzem im Daxnotierte Konzern die geplante Fusion der Deutsche Wohnen mit dem Konkurrenten LEG verhindern. Das Deutsche-Wohnen-Management lehnte die Vonovia-Offerte jedoch umgehend ab.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Roland Weihrauch

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