4. November 2015, 08:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Große Unterschiede bei den Wohnkosten

Zu den Städten mit dem niedrigsten Wohnkostenanteil gehören nach Aussage von Immobilienscout24 gleichermaßen Ost- und Weststädte in Sachsen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

In Städten wie Zwickau, Remscheid und Salzgitter seien lediglich 10,5 bis zwölf Prozent des Einkommens für Immobilienkosten zu veranschlagen. Als einzige bayerische Stadt gehöre Hof, gelegen im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet, zu den Top 10-Städten mit geringem Wohnkostenanteil am Haushaltseinkommen.

„Klein- und Mittelstädte in eher strukturschwachen Regionen können offenbar nicht vom Immobilien-Boom profitieren“, erklärt Hebecker. „In diesen Städten ist die wirtschaftliche Dynamik gering und der demographische Wandel hat zum Teil bereits eingesetzt. Die Nachfrage auf den Immobilienmärkten sinkt und führt zu einer Preisstagnation oder zu einem Preisrückgang.“

Stärkster Zuwachs in München

Am stärksten hat nach den Ergebnissen der Auswertung der Wohnkostenanteil von 2011 zu 2014 in München (plus vier Prozent) zugenommen, danach folgen Wolfsburg (plus 3,5 Prozent) und Landshut (knapp plus drei Prozent).

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

Wohnkosten

Auffallend sei, dass vor allem die Autostädte zu den Städten mit der höchsten Zunahme gehörten. München, Wolfsburg, Ingolstadt und Stuttgart würden gut bezahlte Jobs aufweisen, aber durch die zahlungskräftige Klientel seien auch die Mieten und Kaufpreise sehr hoch.

Rückgang in Stralsund, Zwickau und Görlitz

Einen prozentualen Rückgang um 0,5 bis 1,3 Prozent verzeichnen Immobilienscout24 zufolge Städte in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Dazu zählten Stralsund, Zwickau, Görlitz, Dessau oder Frankfurt/Oder.

Diese Städte seien bereits zu weit entfernt von Rostock, Dresden oder Berlin, als dass sie von deren Wirtschaftskraft und Einzugsgebiet profitieren könnten. (bk)

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Oliver Bäte, Allianz: “Wollen die Führungsstrukturen immer effizienter machen”

Bei Europas größtem Versicherer Allianz muss sich das Management größere Sorgen um Arbeitsplätze machen als das Fußvolk. Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte will eher beim Management als bei den einfachen Mitarbeitern einsparen.

mehr ...

Immobilien

Inflationsschub dank selbstgenutztem Wohneigentum?

Steigende Löhne im Dienstleistungssektor dürften die Inflation der Eurozone etwas beflügeln. Könnten die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum diesen Trend verstärken?

mehr ...

Investmentfonds

Gold als Safe Haven gegen den drohenden Wirtschafts-Kollaps?

Einige glauben, dass das weltweite Finanzsystem in absehbarer Zeit zusammenbrechen könnte. Auch ohne dieses Horrorszenario macht Gold Sinn, meint Jörg Schulte von der Swiss Ressource Capital AG.

mehr ...

Berater

Händler-Plattform Shopify macht bei Facebook-Währung Libra mit

Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra kann nach einer Serie prominenter Abgänge einen Neuzugang vermelden. Die kanadische Firma Shopify, die eine E-Commerce-Software entwickelt, trat am Freitag der Libra Association bei, von der das Projekt verwaltet wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bestückt ihre offenen Spezialfonds mit weiteren Pflegeheimen

Die INP-Gruppe hat durch den Erwerb von vier Pflegeeinrichtungen und Pflegewohnanlagen an verschiedenen deutschen Standorten das Immobilienportfolio ihrer offenen Spezial-AIF für institutionelle Investoren in den vergangenen sechs Monaten weiter ausgebaut.

mehr ...

Recht

Wie Sie Haftungsrisiken mit einer Betriebsaufspaltung verringern

Wer sein Vermögen in den eigenen Betrieb steckt, möchte es vor Haftungsrisiken schützen. Mit einer Betriebsaufspaltung ist das möglich. Doch es lauern auch Fallstricke.

mehr ...