Anzeige
25. März 2015, 09:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinstief befeuert Immobilienboom

Angesichts niedriger Zinsen fließt in Deutschland immer mehr Geld in den Immobilienmarkt. Im vergangenen Jahr wechselten Häuser und Grundstücke für 190 Milliarden Euro den Besitzer, wie sich aus Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse ergibt.

Immobilienmarkt Shutterstock 116978071-Kopie-2 in Zinstief befeuert Immobilienboom

Der “Betongold”-Boom hält weiter an.

“Der allgemeine Trend setzt sich fort, sowohl was die Preise betrifft als auch die Umsätze”, sagte Peter Ache, der Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der Deutschen Presse-Agentur. Der Umsatz mit Immobilien wäre damit seit 2009 um knapp die Hälfte gewachsen. Regional sei die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. Wo Menschen eher fortziehen, sei vom Boom nichts zu spüren.

Großstädte weniger preisintensiv

“Es gibt ganz offensichtlich Trendstätten, Städte wie Leipzig und Berlin, auch kleinere wie Münster. Sie wachsen weiter.” Auch Frankfurt und Hamburg zählt er dazu. Einige Gutachterausschüsse in Großstädten beobachteten, dass sich die Preise in den besseren Lagen nicht mehr so stark stiegen. Dafür zogen die mittleren Lagen nach. Ihren bundesweiten Bericht für 2013 und 2014 wollen die Gutachter im Dezember vorstellen. Volkswirtschaftliche Risiken sehen sie im Immobilienboom bislang nicht.

“Es ist nach wie vor so, dass von einer Immobilienblase im Sinne einer großen Gefahr, die ins Haus steht, nichts zu spüren ist.” Der Arbeitskreis trägt die Ergebnisse auf Grundlage der tatsächlichen Kaufverträge zusammen. Er hatte 2007 begonnen, bundesweit die Umsätze zu erheben.

2014 so viele Wohnungsgenehmigungen wie seit 2003 nicht mehr

Damals lag er bei 174 Milliarden Euro und sank dann zur Zeit der Finanzkrise 2008/2009 auf 130 Milliarden Euro. Seitdem geht es stetig bergauf. Das gilt auch für den Wohnungsbau. 2014 wurde nach Zahlen des Statistischen Bundesamts der Bau von 284 900 neuen Wohnungen genehmigt, so viele wie seit 2003 nicht mehr. Vor 20 Jahren waren es jedoch auch schon mal mehr als 700 000 gewesen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...