Anzeige
3. Februar 2016, 13:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anhaltend positive Entwicklung der Immobilienmärkte

Mit durchschnittlich 3,7 Prozent fällt die Steigerung der Immobilienpreise zwar geringer als im Vorjahr aus, vergrößert aber die Schere zwischen Immobilienpreisen und Lebenshaltungskosten (plus 0,3 Prozent) weiter. Das ist ein Ergebnis des Bulwien-Gesa-Immobilienindexes, der dieses Jahr zum 40. Mal veröffentlicht wurde.

Immobilienmarkt Shutterstock 116978071-Kopie-2 in Anhaltend positive Entwicklung der Immobilienmärkte

Der Immobilienmarkt profitiert von niedrigen Zinsen.

Bereits seit elf aufeinanderfolgenden Jahren weist der Bulwien-Gesa-Immobilienindex eine steigende Preisentwicklung auf. Der Wohnungsmarkt konnte ein Plus von 4,2 Prozent verzeichnen. Der Gewerbeimmobilienmarkt legte um 2,6 Prozent zu. Die Ausgangsbedingungen auf dem deutschen Immobilienmarkt hätten sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert.

„Anleger müssen bei den derzeit niedrigen Zinserwartungen rentable Investitionsgüter finden. Und das sind Immobilien“, kommentiert Bulwien-Gesa-Vorstand Thomas Voßkamp. Ein Ende der Niedrigzinspolitik sei derzeit nicht in Sicht.

Preisdruck weitet sich auf kleinere Märkte aus

Das hohe Preis- und Mietniveau in A-Städten lässt Käufer und Anleger immer häufiger auf kleinere Märkte ausweichen. Im Fokus stünden Standorte mit zentralörtlichen Funktionen, Wirtschaftskraft und universitären Einrichtungen. Das Beschäftigungswachstum, sowie gestiegene Realeinkommen beleben die Nachfrage auch in B-,C- und D-Städten, für die der Immobilienindex seit 2011 Wachstumsraten von zehn bis 13 Prozent verzeichnet. Die Preise in A-Städten stiegen im selben Zeitraum um 17 Prozent.

Auffallend in den Zahlen sei eine Entkopplung zwischen Kaufpreisen und Mieten. Die Resultate der aktuellen Erhebung spiegelten dabei die allgemeine Entwicklung der letzten fünf Jahre wider. So sind die Kaufpreise für Neubauwohnungen seit 2011 in einer Spanne von 24,6 Prozent in D-Städten bis zu 30,0 Prozent in B-Städten massiv gestiegen.

Im Gegensatz zum europäischen Ausland ist Deutschland mit einer niedrigen Eigentumsquote von unter 50 Prozent weiterhin ein äußerst wichtiger Mietermarkt, die Neubaumieten konnten seit 2011 zwischen 15,8 Prozent (D-Stadt) und 17,7 Prozent (B-Stadt) zulegen.

Entwicklung im Gewerbeimmobilienmarkt differenzierter

Im Gewerbeimmobilienmarkt zeichnete sich eine deutlichere Differenzierung nach Standorten ab. Die Konsumlaune treibt die Einzelhandelsmieten in Toplagen der A-Standorte nach Angaben des Bulwien-Gesa-Indexes nach oben, auch der Büromarkt profitiere von den gestiegenen Beschäftigungsverhältnissen. Ein deutlicher Leerstandsabbau unterstreiche den Trend.

Andererseits können Laut Bulwien-Gesa-Index insgesamt 37 Standorte im Teilindex Gewerbe die Inflationsrate von 0,3 Prozent nicht übertreffen, davon weisen 17 Standorte gar eine leicht negative Preisentwicklung auf. Dabei handelt es sich vorwiegend um D-Standorte oder auch Standorte, die weiterhin vom Strukturwandel betroffen sind.

Positive Vorzeichen für 2016

Die Autoren des Bulwien-Gesa-Indexes erwarten auch für 2016 weitere Preissteigerungen. Denn obwohl der aktuelle Immobilienzyklus weit vorangeschritten sei, gäbe es derzeit keine Hinweise auf konkrete Immobilienblasen oder ein Ende des Aufwärtstrends. Im laufenden Jahr würden ausländische Investoren noch stärker aktiv werden, um Niedrigzins und Währungseffekte zu nutzen.

Da die Preisniveaus europäischer Nachbarstaaten noch nicht erreicht seien, liege ein anhaltendes Wachstumspotenzial für Kauf- und Mietpreise sowie anhaltend hohe Immobilieninvestments vor. Dennoch sollte stets bedacht werden, dass in Niedrigzinszeiten kleine absolute Zinsänderungen drastische Folgen auf die Finanzierungsbedingungen haben können. (kl)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...