20. Juni 2016, 09:03
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Ferienimmobilien: Erholung mit Renditepotenzial

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt, dies gilt auch für Urlaubsdomizile. Die Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweitwohnsitzen ist hoch – aber sind sie auch als Kapitalanlage geeignet?

Garmisch-Partenkirchen Landhaus-Ausblick-Terrasse CEngel-VA Lkers-Kopie in Ferienimmobilien: Erholung mit Renditepotenzial

Blick in die Alpen von der Terrasse eines Landhauses in Garmisch-Partenkirchen.

“Wenn es rein um den Renditeaspekt geht, so können Immobilienkäufer mit einer vermieteten Eigentumswohnung in einem deutschen Ballungsraum eine höhere und verlässlichere Rendite erzielen als mit einem Ferienobjekt”, ist Dr. Thomas Beyerle, Managing Director bei Catella Property Valuation, überzeugt. Die Auslastung einer Ferienimmobilie sei unsicherer und stärkeren Schwankungen unterworfen – etwa durch Wettereinflüsse oder Trends bei der Wahl der Urlaubsziele.

Anders stelle sich die Situation dar, wenn die Eigennutzung und der Aspekt der Kapitalanlage miteinander verbunden werden. “Wer seine Ferienimmobilie in erster Linie aus persönlichen Gründen erwirbt und die Vermietung als Zubrot sieht, kann unter den richtigen Bedingungen zufriedenstellende Einnahmen erzielen”, sagt Beyerle. “Dabei sollte aber eher mit einer Rendite von drei Prozent per annum gerechnet werden als mit sechs Prozent oder mehr.”

Eigentümer von Ferienimmobilien sollten nicht vergessen, dass es viele Wochen im Jahr mit eher geringer Urlaubernachfrage gebe. “Realistisch ist in begehrten Ferienregionen eine Auslastung von circa 70 Prozent”, schätzt Beyerle.

Auslastung des Objekts entscheidend

Einer Studie von Fewo-direkt zufolge ist das Motiv der Kapitalanlage bei Käufern von Urlaubsdomizilen zunehmend in den Vordergrund getreten. “Jeder vierte Käufer einer Ferienimmobilie investiert als Kapitalanlage, bei inländischen Ferienimmobilien waren es in den vergangenen fünf Erwerbsjahren sogar ein Drittel der Erwerber”, sagt Aye Helsig, Regional Director bei Home Away Fewo-direkt. Insgesamt sei knapp jede zweite in der Marktanalyse betrachtete Ferienimmobilie (46 Prozent) in ihrem Wert gestiegen.

Ob dies aufgeht, steht und fällt mit der Auslastung des Objekts. Als Faustregel der finanzierenden Banken gilt, dass eine Ferienimmobilie eine Auslastung von mindestens 120 Tagen im Jahr erreichen sollte. Objekte in sehr gefragten Regionen und Lagen erreichen oft deutlich höhere Werte von 200 Tagen und mehr.

Seite zwei: Vorliebe für die Nähe zum Wasser

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