Immobilienbranche für Bau von Mitarbeiter-Wohnungen

Die Immobilienwirtschaft spricht sich für den Bau von Mitarbeiter-Wohnungen aus. Auf diese Weise könnten große Unternehmen die Wohnungsmärkte entlasten.

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Ende der 1970er-Jahre gab es in der Bundesrepublik noch rund 450.000 Werkwohnungen.

Der Bau von Mitarbeiter-Wohnungen könne sowohl Arbeitgebern helfen, Mitarbeiter an sich zu binden als auch die Lage auf angespannten Wohnungsmärkten verbessern, heißt es in einer Analyse, die das Berliner Forschungsinstituts Regio Kontext am Montag vorstellte. Initiatoren der Studie waren mehrere Bau- und Immobilienverbände.

Vergessene Tradition

„Gerade in Großstädten und prosperierenden Ballungsräumen, in denen bezahlbare Wohnungen zur Mangelware geworden sind, können Arbeitgeber punkten, wenn sie auf Wohnungsbau setzen“, sagte der Leiter des Instituts, Arnt von Bodelschwingh. Potenzial sieht er bei großen Arbeitgebern wie Krankenhäusern, bundes- und landeseigenen Unternehmen.

Ende der 1970er-Jahre habe es in der alten Bundesrepublik noch rund 450.000 bezahlbare Werkswohnungen gegeben. Diese Werkswohnungen gebe es heute so gut wie gar nicht mehr, sie seien im Laufe der Zeit an Wohnungsunternehmen verkauft worden, sagte von Bodelschwingh.

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Nach Ansicht der Verbände müssten für den Bau neuer Mitarbeiter-Wohnungen passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehöre, dass Arbeitgeber die Möglichkeit hätten, ihren Mitarbeitern Wohnungen verbilligt zu überlassen, ohne dabei für den geldwerten Vorteil Steuern und Sozialabgaben zahlen zu müssen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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