1. November 2016, 08:38
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Immobilienfinanzierer: Positive Erwartungen ans vierte Quartal

Die Stimmung der Immobilienfinanzierer verbessert sich im vierten Quartal deutlich, das geht aus dem von der Bulwien Gesa AG erarbeiteten BF Quartalsbarometer hervor, das von der BF Direkt AG veröffentlicht wurde.

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Die Stimmung unter den Immobilienfinanzierern bessert sich für das vierte Quartal 2016 merklich.

Die BF Direkt AG, veröffentlicht das durch die Bulwien Gesa AG erarbeitete BF Quartalsbarometer.  Die Analyse für das vierte Quartal 2016 gibt die Stimmung und das Geschäftsklima der Immobilienfinanzierer in Deutschland umfassend wieder.

Finanzierungsbereitschaft deutlich positiver

Der Barometerwert habe sich deutlich ins Positive verändert – von 0,52 auf 2,05. Je höher der Wert, desto höher ist die Finanzierungsbereitschaft der Banken und desto besser ist die Versorgung der Immobilienwirtschaft mit Krediten. Der Quartalsbarometerwert wird aus verschiedenen Einzelwerten errechnet.

50 Prozent der befragten Finanzierer erwarten ein ansteigendes Neugeschäft, das entspricht laut BF Direkt 6,5 Prozentpunkten.

Dazu sagt Francesco Fedele, CEO der BF Direkt AG: “Bei den Finanzierern besteht der Wunsch nach einer Ausweitung des Neugeschäfts sowie eine Tendenz zu höheren Risiken besteht. Beides zeigt sich an verschiedenen Antworten unserer Befragung. So hat gegenüber dem letzten Quartalsbarometer der ‘Wunsch nach einem großen Neugeschäftsvolumen’ (plus 2,5 Prozentpunkte) und die ‘Maximierung von Ertrag und Rendite’ (plus 1,1 Prozentpunkte) zugenommen.”

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

BF Direkt-AG-Quartalsbarometer 2013-2016 in Immobilienfinanzierer: Positive Erwartungen ans vierte Quartal

Verstärkte Finanzierungsaktivität bei Nischenimmobilien

Gleichzeitig sei die Verwendung der Kredite für den Deckungsstock, für die sehr strenge Vorgaben bestehen, als weniger wichtig eingestuft (minus 2,5 Prozentpunkte) wurden. “Zu dieser Verschiebung passt auch eine verstärkte Finanzierungsaktivität bei Nischenimmobilien”, ergänzt Manuel Köppel, CFO der BF Direkt AG.

Bei den Fragen zur Finanzierung von Bestandsimmobilien falle insbesondere auf, dass Nischensegmente wie Parkhäuser (plus 1,2 Prozentpunkte), Hotels (plus 0,8 Prozentpunkte) und Sozialimmobilien (plus 0,6 Prozentpunkte) häufiger genannt werden. Stärker nachgefragt würden auch Finanzierungen für Mikro-Apartments – sowohl der Bestand (plus 1,2 Prozentpunkte) als auch für Projektentwicklungen (plus 2,5 Prozentpunkte).

Bei der Finanzierung von Projektentwicklungen punktet laut BF Direkt vor allem das Wohnsegment; neben den schon genannten Mikro-Apartments gewinnen Wohnimmobilien als Bauträgerfinanzierung (plus 2,2 Prozentpunkte) und Wohnimmobilien für den eigenen Bestand (plus ein Prozentpunkt).

WIKR: Keine gravierenden Auswirkungen

“Im letzten Quartal konnten wir einen Abfall beobachten, den wir unter anderem den Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie zugeschrieben haben. Die aktuelle Entwicklung kann so interpretiert werden, dass die Auswirkungen nicht gravierend und anhaltend sind”, so Köppel.

“Diese deutliche Erholung des Gesamt-Barometerwerts wird auch von mehreren Makro-Faktoren beeinflusst. Einerseits haben sich viele Befürchtungen nach dem Brexit-Votum, die vor drei Monaten vielleicht noch die Stimmung gedämpft haben, in den seither vergangenen Monaten nicht erfüllt”, so Steffen Sebastian, Professor für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg und wissenschaftlicher Berater des BF Quartalbarometers.

Positive Aussichten

Und weiter: “Ein weiterer positiver Faktor ist, dass bis Ende März 2017 keine Änderung des “Quantitative Easings” der EZB zu erwarten ist, da das aktuelle Programm bis dahin läuft. Dies führt dazu, dass die Finanzierer für die kommenden Monate gut planen können und am Markt die sehr positive Einschätzung der Geschäfte – zumindest bis zum Jahresende – vorherrscht.”

“Eher dämpfend wirken bevorstehende Regulierungsmaßnahmen. In Deutschland werden derzeit makroökonomische Instrumente vorbereitet, mit denen der Gesetzgeber künftige Immobilienblasen verhindern will. Dies würde natürlich einen substantiellen Eingriff in die Immobilienfinanzierung bedeuten”, schränkt Sebastian die positive Einschätzung ein.

Methodik des BF Quartalsbarometers

Zur Ermittlung des BF Quartalsbarometers wurden insgesamt über 120 Experten befragt, die größtenteils direkt mit der Vergabe von Krediten an Immobilienunternehmen betraut sind. Das Panel besteht aus Vertretern unterschiedlicher Bankentypen.

Der Wert des BF.Quartalsbarometers setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen des Fragebogens zusammen. Zu den analysierten Komponenten gehören die Einschätzung zur Veränderung der Finanzierungsbedingungen, der Entwicklung des Neugeschäfts, der Höhe der gewährten Kredittranchen, der Risikobereitschaft der Finanzierung nach Assetklassen, der Höhe der LTV-/LTC-Werte, der Entwicklung der Margen, der Bedeutung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten und der Entwicklung der Liquiditätskosten. (kl)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Positive Erwartungen haben nur die Eliten die beschlossen haben dem Mieter den Preiskrieg zu erklären. Mieten sollen 50% steigen die keiner mehr zahlen kann. Der Anstieg unter den Brücken wird mit Deutschen gefüllt, denn der Migrant bekommt die Wohnungen bezahlt, gell? Daher will Frau Merkel weitere 1,5 Millionen neuer Wohnungen haben, obwohl 1,5 Millionen leerstehen! Damit ist doch klar, dass die Mieten dann um weitere 50% steigen die keine Sau mehr zahlen kann. Was macht ihr Gierhälse dann?

    Kommentar von reiner tiroch — 15. Januar 2019 @ 15:22

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