Anzeige
Anzeige
5. April 2016, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt Venedig: Hohe Nachfrage ausländischer Käufer

Am Immobilienmarkt in Venedig herrscht nach Angaben von Engel & Völkers weiterhin eine hohe Nachfrage ausländischer Käufer. Das Angebot an hochwertigen Immobilien sei jedoch knapp.

Italien-Venedig-750 in Immobilienmarkt Venedig: Hohe Nachfrage ausländischer Käufer

Wohnungen in Palazzi in Nähe des Canal Grande sind bei ausländischen Käufern begehrt.

Im zurückliegenden Jahr hat sich der Wohnimmobilienmarkt in Venedig nach Auskunft des Maklerunternehmens stabil auf einem hohen Niveau entwickelt.

„Die Preise sind in den vergangenen 20 Jahren stetig gestiegen und blieben auch nach der Finanzkrise vergleichsweise konstant“, erläutert Giacomo Argenio, Büroleiter von Engel & Völkers (E&V) in Venedig. Für die Stabilität beziehungsweise die aufwärtsgerichtete Preisentwicklung sorge die hohe Nachfrage aus dem Ausland.

Hohe Nachfrage ausländischer Investoren


Internationale Käufer zeichneten für etwa 70 Prozent der Wohnimmobilienverkäufe in Venedig verantwortlich. Unter ihnen bildeten Briten mit einem Anteil von 25 Prozent die größte Gruppe, gefolgt von Franzosen (20 Prozent) und Deutschen (zehn Prozent).

15 Prozent aller Transaktionen stammten zusammengenommen von Kunden aus den Niederlanden, Argentinien, den USA, Thailand und der Schweiz. Ein Großteil der Käufer erwerbe die Immobilien als Kapitalanlage, um sie an Touristen zu vermieten. Unter den Käufern dominieren laut Engel & Völkers Investoren, nur ein Viertel von ihnen erwerbe Wohnimmobilien in der Lagunenstadt für den Eigenbedarf.

Venezia ist gefragteste Insel Venedigs

Ein Großteil von Venedigs Fläche verteilt sich auf die 118 Inseln der Lagune, der restliche Teil liegt auf dem angrenzenden Festland. Die begehrtesten Wohnlagen befinden sich auf den Inseln und insbesondere Venezia erfreue sich bei Käufern großer Beliebtheit.

Dort würden Wohnimmobilien bevorzugt in den Stadtteilen San Marco und Castello sowie im Künstlerviertel Dorsoduro gesucht. Höchste Preise erreichen Apartments in den oberen Etagen der Häuser entlang des Canal Grande, die neben dem Wasserblick die Sicht auf berühmte historische Bauten freigeben.

Für Eigentumswohnungen mit Blick auf die Rialto-Brücke zahlen Interessierte laut E&V etwa Spitzenquadratmeterpreise von 8.000 Euro bis zu 20.000 Euro. Wohnungen in unmittelbarer Nähe zum berühmten Markusplatz erzielten ebenfalls Top-Preise.

Rekordpreise für venezianische Stadthäuser

Für palastähnliche venezianische Stadthäuser, sogenannte Palazzi, würden Preise von bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Stark nachgefragt seien außerdem die Lagen entlang des Lido di Venezia, der die Lagune wallartig vom offenen Mittelmeer trennt.

Angesichts des anhaltend großen Interesses von Privatkäufern und Kapitalanlegern aus dem Ausland werden sich die Preise für Wohnimmobilien in Venedig nach Einschätzung von E&V auch künftig auf hohem Niveau entwickeln. Top-Objekte in den guten und sehr guten Lagen seien nur begrenzt verfügbar.

Neben dem großen Nachfrageüberhang werde das in Europa herrschende Niedrigzinsniveau sowie die erstarkende italienische Wirtschaft eine Rolle für die aufwärtsgerichtete Preisentwicklung der nächsten Jahre spielen.

Maßnahmen zur Begrenzung des Touristenstroms und zur Beruhigung stark frequentierter Wohnbereiche könnten die Stadt nach Ansicht von Engel & Völkers in Zukunft noch begehrter machen. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

bAV: BRSG bringt 2019 Schwung in die Sache

Nahezu jedes zweite befragte Unternehmen (47 Prozent) plant im Zusammenhang mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), seine betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen oder anzupassen. Dies zeigt eine Umfrage von Willis Towers Watson unter knapp 50 Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

“Wirkliche Bauoffensive starten”

Laut dem Statistischen Bundesamt wurde von Januar bis Oktober 2018 in Deutschland der Bau von insgesamt 289.700 Wohnungen genehmigt. Dies seien 1,2 Prozent oder 3.500 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern seien im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent angestiegen. Dem ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss reicht das allerdings nicht.

mehr ...

Investmentfonds

Die größten Fondsmärkte der EU

Anleger in der EU haben knapp zwölf Billionen Euro in Investmentfonds angelegt. Wesentlich größer ist das verwaltete Vermögen von in Europa aufgelegten Fonds. Der größte Fondsmarkt ist Deutschland, der jedoch nicht am schnellsten wächst.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank und Commerzbank: Forciert Bund die Fusion?

Die Bundesregierung intensiviert Kreisen zufolge ihre Bemühungen, einer Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank den Weg zu ebnen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...