Anzeige
12. Oktober 2016, 13:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Marktbericht Wohnimmobilien: Steigende Preise, stagnierende Verkaufszahlen

Die im Durchschnitt gezahlten Preise für Wohneigentum sind nach dem aktuellen Marktbericht Deutschland des Maklerhauses von Poll Immobilien in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen. Die Zahl der Transaktionen sei dagegen leicht gesunken.

Wohnhaeuser-750-shutt 141403951 in Marktbericht Wohnimmobilien: Steigende Preise, stagnierende Verkaufszahlen

Käufer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zahlten in 2015 im Schnitt 24 Prozent mehr als noch in 2012.

Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen verzeichnete demnach steigende Kapitalumsätze bei einer stagnierenden bis leicht sinkenden Anzahl von Verkäufen. Die im Durchschnitt gezahlten Preise für Wohneigentum stiegen entsprechend.

Der Marktbericht für Wohnimmobilien in Deutschland betrachtet den Zeitraum 2012 bis 2015 für insgesamt 42 Städte von Aachen bis Wiesbaden.

Umfangreiche Datenbasis

Als Basis dienten die Transaktionsdaten der jeweiligen Gutachterausschüsse. Darüber hinaus analysierte von Poll Immobilien die aktuelle Preisentwicklung in den unterschiedlichen Wohnlagen der betrachteten Standorte.

Dabei stellte sich laut von Poll Immobilien heraus, dass vor allem die mittleren und guten Lagen im ersten Halbjahr 2016 starke Preisanstiege verzeichneten, wohingegen in den Premiumlagen in vielen Städten die Preisobergrenze erreicht zu sein scheine.

Käufer zahlen 24 Prozent mehr als 2012

Im Vergleich zum Basisjahr 2012 wechselten 2015 in den untersuchten Städten drei Prozent weniger Eigenheime und Eigentumswohnungen den Besitzer. Das dabei umgesetzte Geldvolumen stieg hingegen um über 20 Prozent. Im Durchschnitt zahlten Käufer daher 24 Prozent mehr für ihre Immobilie als 2012.

Das meiste Geld pro Kopf für Eigenheime und Eigentumswohnungen wurde dabei 2015 in München umgesetzt (3.889 Euro). Hinter der bayerischen Landeshauptstadt folgen mit deutlichem Abstand Potsdam, Regensburg, Frankfurt am Main, Hamburg und Erlangen. Dagegen habe etwa in Magdeburg der Umsatz pro Kopf bei lediglich 553 Euro gelegen.

Durchschnittspreis für Eigenheime in München über eine Million Euro

Die im Durchschnitt gezahlte Summe für ein Ein- oder Zweifamilienhaus überschritt den Daten zufolge in 2015 in München als einziger deutscher Stadt die Millionenmarke. 1.006.600 Euro wurde dort im Schnitt für ein Eigenheim bezahlt. Zum Vergleich: In Saarbrücken (Rang 41) waren es circa 183.600 Euro.

Auch bei Eigentumswohnungen werde das Ranking von München angeführt. Rund 426.100 Euro zahlten Käufer im Jahr 2015 für eine Wohnung. Die Spanne unter den betrachteten Städten ist weit: In Dortmund (Rang 40) lag der Durchschnitt bei rund 111.800 Euro.

Verkäufe pro 1.000 Einwohner: Oldenburg an der Spitze

Die Anzahl der Beurkundungen pro 1.000 Einwohner war laut von Poll Immobilien in 2015 mit 11,73 in Oldenburg am höchsten, gefolgt von Bremen, Regensburg, Freiburg und Augsburg.

In Schwerin wurden nur 3,58 Wohnimmobilien pro 1.000 Einwohner verkauft (Rang 42). Von den Top-7-Städten war die Marktaktivität in München mit 8,14 Verkäufen pro 1.000 Einwohner am stärksten (Rang 11). (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...