Nachfrage nach Londoner Luxusimmobilien sinkt

Die wirtschaftliche und politische Unsicherheit in Großbritannien haben laut Rechercheergebnissen von Knight Frank die Nachfrage nach Luxusobjekten auf dem Wohnimmobilienmarkt in Central London abgeschwächt.

Der Markt für Londoner Luxusimmobilien ist aufgrund der Volatilität der globalen Wirtschaft abgekühlt.

„Eine Kombination aus höheren Stempelsteuern und der Volatilität an den globalen Finanzmärkten hat auf den Markt gedrückt“, kommentiert Tom Bill, Verantwortlicher für das Research für Londoner Wohnimmobilien bei der internationalen Immobilienberatung Knight Frank. „Insbesondere die Angst vor der Ohnmacht der Zentralbanken hat Interessenten zu Jahresbeginn gelähmt.“

Negative Schlagzeilen drücken Preis

Die negativen Schlagzeilen auf Grund der Wirtschaft sowie die politischen Unsicherheit im eigenen Land durch die kommenden Wahlen hätten dazu geführt, dass Kaufinteressenten derzeit abwarten. Im Mai wird der Bürgermeister von London gewählt und im Juni steht das EU-Referendum an.

Die Kampagnen, Schlagzeilen und Umfragen vor dem EU-Referendum könnten unabhängig vom Wahlausgang einen „Brexit“-Effekt auslösen. Auch die Stempelsteuer bliebe im Fokus, der Protest gegen die avisierte Erhöhung habe zugenommen. Vorgesehen sei die Erhöhung am 01. April, um weitere drei Prozentpunkte für Zweitwohnsitze und Mietobjekte.

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All diese Unwägbarkeiten hätten dazu geführt, dass die Preise für Top-Objekte auf dem Wohnungsmarkt im Jahresvergleich per Ende Februar nur um ein Prozent gestiegen seien. Im Februar hätten sie um 0,1 Prozent nachgegeben. In den letzten sechs Monaten hätten Luxuswohnimmobilien im Schnitt 0,6 Prozent an Wert verloren. Das sei das niedrigste Ergebnis seit Juni 2009, nach der Lehmann-Pleite.

Preisentwicklung abhängig vom Teilmarkt

Das Plus von einem Prozent werde durch die relativ höhere Performance der östlichen Teilmärkte wie Islington, City and Fringe und South Bank gestützt. In Westminster, Kensington und Chelsea seien die Preise dagegen im Laufe des letzten Jahres um 0,8 Prozent gefallen.

In diesem hochsensiblen Umfeld seien die Angebotspreise um fünf bis zehn Prozent und mehr gesunken. „Das ist ein Signal an die Käufer, einen Gegenwert für ihr Investment zu erhalten“, sagt Bill. Eine Ausnahme seien indes die allerbesten Objekte in den beliebtesten Lagen, für die die Nachfrage weiterhin hoch sei. (kl)

Foto: Shutterstock

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