4. März 2016, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Luxusimmobilien: Die teuersten Standorte 2016

Der Prime International Residential Index (PIRI) hat die Preisentwicklung von Luxuswohnimmobilien an insgesamt 100 Schlüsselstädten sowie Top-Standorten für Zweitwohnsitze untersucht. Die Immobilienberatung Knight Frank hat die Ergebnisse im Wealth Report 2016 veröffentlicht.

Luxusimmobilie Shutterstock Gro 148132898 in Luxusimmobilien: Die teuersten Standorte 2016

Durchschnittlich sind die Preise für Luxusimmobilien weltweit um rund zwei Prozent gestiegen.

Vancouver belege mit einer Preissteigerung im Luxusimmobilien-Segment von 25 Prozent mit Abstand den Spitzenplatz. Das geringe Angebot, die Nachfrage aus dem Ausland und der schwächere kanadische Dollar hätten die Preise an der kanadischen Westküste in die Höhe getrieben.

In Australien und Neuseeland seien die Preise zweistellig um rund 15 Prozent in Sydney, zwölf Prozent in Melbourne und zehn Prozent in Auckland gestiegen. Mit München (plus zwölf Prozent) positioniere sich in Europa ein deutscher Standort an der Spitze. Zu den weiteren Gewinnern in Europa zählten Amsterdam, Monaco (jeweils plus zehn Prozent) und Berlin (plus neun Prozent).

Ein Drittel der Standorte verzeichnet Preisrückgänge

“Im Schnitt haben sich Top-Wohnimmobilien in den führenden 100 Märkten letztes Jahr um 1,8 Prozent verteuert”, sagt Kate Everett-Allen, Partnerin, aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank. “Dieses Ergebnis liegt nahe am Vorjahreswert von zwei Prozent.” 34 Standorte hätten Preisverluste hinnehmen müssen, 22 davon liegen in Europa. Dennoch bestehe Optimismus, dass die Preise an den Märkten für Zweitwohnsitze kurz davor seien, ihre Talsohle zu erreichen.

Zu den Verlieren gehörten Lagos mit einem Preisrückgang von minus 20 Prozent und Buenos Aires (minus acht Prozent). Die Städte belegten mit diesem Ergebnis die letzten Plätze des PIRI. Die Zinserhöhung in den USA und der daraus resultierende starke US-Dollar sowie die gefallenen Rohstoffpreise hätten sich in diesen Städten stark ausgewirkt.

Monaco bleibt an der Spitze

Der teuerste Standort für Luxusimmobilien weltweit sei zum neunten Mal in Folge Monaco. Hier bekomme man für eine Million US-Dollar 17 Quadratmeter Wohnfläche. Auf Platz zwei und drei folgen nach Angaben des Wealth Reports Hongkong (20 Quadratmeter) und London (22 Quadratmeter).

Positive Perspektiven

Die besten Perspektiven für eine positive Preisentwicklung biete als Staat Vietnam. Neue Regularien hätten ihn 2015 für ausländische Investoren geöffnet. Die Metrolinie, die sich derzeit in Ho-Chi-Minh Stadt im Bau befindet, werde die Preisentwicklung besonders im zweiten und neunten Bezirk ankurbeln.

Im Städtevergleich sei Los Angeles interessant. Die Preise werden nach Angaben von Knight Frank durch geringe Fertigstellungen und die gestiegene Nachfrage durch asiatische Käufer beeinflusst. Bei den Nebenzentren steche Pimlico in London hervor. Der Standort verfüge über einen soliden Bestand an qualitativ hochwertigen Wohnimmobilien, grenze an die Themse und böte etablierte Spitzenlagen im Umfeld. Zudem werde er vom städtischen Projekt zur Aufwertung des benachbarten Victoria profitieren.

Als Zweitwohnsitz stehe Gold Coast in Australien im Fokus. Die Commonwealth Games, die 2018 in der Stadt an der Südostküste ausgetragen werden, hätten Investitionen angestoßen. Wettbewerbsfähige Preise sowie Bevölkerungswachstum und steigender Tourismus untermauerten die Nachfrage. Unter den Ski-Resorts gelte Méribel immer mehr als Top-Standort in den Alpen. Der Wintersportort besteche durch den Zugang zum weltweit größten Skigebiet und eine dynamische und trotzdem dörfliche Atmosphäre. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Kassen laufen Sturm gegen Spahn-Pläne

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen stoßen auf vehementen Widerstand bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Immer höhere Darlehen

Die hohen Preise für Objekte an den deutschen Immobilienmärkten treiben auch die Darlehenssummen stetig weiter nach oben. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen bei den Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...