Thüringen führt Mietpreisbremse ein

Thüringen führt die Mietpreisbremse in Erfurt und Jena ein. In den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten in Erfurt und Jena mit 19 und 13 Prozent spürbar angestiegen.

In der Landeshauptstadt sind die Preise in den letzten fünf Jahren 19 Prozent gestiegen.

Zahlreiche Bundesländer haben sie schon eingeführt – nun zieht auch Thüringen nach: Voraussichtlich wird noch im März in Erfurt und Jena die Mietpreisbremse eingeführt. Das teilte die Thüringer Landesregierung vorgestern mit.

Deutliche Mietanstiege

Aktuell müssen Wohnungssuchende nach Ergebnissen der Mietpreisanalyse von Immowelt in der Landeshauptstadt im Median 6,90 Euro pro Quadratmeter bezahlen, vor fünf Jahren betrug die Kaltmiete noch 5,80 Euro. Immowelt untersuchte von 2010 bis 2015 die Angebotspreise von Mietwohnungen und –häusern in Jena und Erfurt.

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Den größeren Anstieg habe zwar mit 19 Prozent Erfurt zu verzeichnen, die Preise blieben aber nach wie vor unter denen von Jena. Hier kosteten Mietimmobilien aktuell 8,60 Euro pro Quadratmeter und damit 13 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Damals wurden 7,60 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Ausnahmen für Neubauten

Nach der Einführung der Mietpreisbremse dürften die Mieten bei neu abgeschlossenen Verträgen künftig nur noch bis zu zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Allerdings gebe es Ausnahmen: Neubauten sowie umfassend sanierte Wohnungen seien vom Gesetz nicht betroffen. Außerdem gelte der Bestandsschutz. Kein Vermieter müsse die Miete senken, auch nicht bei Neuvermietung.

Mit Thüringen haben bislang elf Bundesländer die Mietpreisbremse beschlossen: Nach Berlin im Juni 2015 folgten noch im selben Sommer Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern. Im Herbst und Winter zogen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen, Bremen und Brandenburg nach. (kl)

Foto: Shutterstock

 

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