W&W wächst weiter

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) konnte in den ersten neun Monaten 2016 weitere Zuwächse im Neugeschäft verbuchen. Die Ergebnis-Prognose von über 220 Millionen Euro für das Gesamtjahr hat das Unternehmen vor diesem Hintergrund bekräftigt – vorausgesetzt, außergewöhnliche Belastungen infolge extremer Schäden oder besonderer Kapitalmarktereignisse bleiben weiter aus.

Für Vorstandschef Alexander Erdland verdeutlicht der positive Jahresverlauf erneut die solide Positionierung von W&W im Markt.
Für Vorstandschef Alexander Erdland verdeutlicht der positive Jahresverlauf erneut die solide Positionierung von W&W im Markt.

Der Konzernüberschuss lag dabei mit 180 Millionen Euro unter dem auch durch Sondereffekte geprägten Vorjahreswert von 202 Millionen Euro – erwartungsgemäß, wie W&W mitteilte.

Die Wüstenrot Bausparkasse erzielte im Brutto-Neugeschäft eine Bausparsumme von 10,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (10,3 Milliarden Euro) entspricht. Noch stärker wuchs das Netto-Neugeschäft mit fast acht Prozent auf 8,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,2 Milliarden Euro). Das Baufinanzierungsgeschäft verringerte sich leicht auf vier Milliarden Euro, nach knapp 4,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Bei den Versicherungen erzielten die Personenversicherungen 1,7 Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge, was gegenüber dem Vorjahr (1,63 Milliarden Euro) einen Zuwachs von 4,4 Prozent darstellt. In der Schaden-/Unfallversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 2,5 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,38 Milliarden Euro).

Zahlreiche Schadenereignisse unter anderem durch die Frühjahrsstürme führten nach Angaben des Unternehmens zu einer Erhöhung der Elementarschäden (brutto) um mehr als 14 Millionen Euro auf 74 Millionen Euro. Gleichwohl gingen in der Schaden-/Unfallversicherung die Versicherungsleistungen insgesamt zurück. Dies sei nicht zuletzt auf eine risikobewusste Zeichnungspolitik in den vergangenen Jahren zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Bei der Schaden-Kosten-Quote (brutto) konnte ein nochmals verbesserter Wert von 91,3 Prozent (Vorjahr: 93,1 Prozent) erreicht werden.

Digitalisierungsoffensive gewinnt an Schwung

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich laut W&W um 8,6 Millionen Euro auf 786,5 Millionen Euro. Man habe trotz tariflicher Gehaltssteigerungen insbesondere die Personalaufwendungen erneut zurückgefahren können.

„Der positive Jahresverlauf verdeutlicht erneut unsere solide Positionierung im Markt. Mit unserem Fokus auf Kundenorientierung und finanzielle Solidität können wir am Markt punkten und zugleich unseren Handlungsspielraum für Neues erweitern. Beispielhaft dafür steht unsere Digitalisierungsoffensive, die zunehmend an Schwung gewinnt“, erklärte Vorstandschef Dr. Alexander Erdland.

Optimismus für den weiteren Jahresverlauf

Bei der im Rahmen des Wachstumsprogramms „W&W@2020“ eingeleiteten Anpassung an veränderte Kundengewohnheiten und dem verstärkten Trend zu elektronischen Kontakt- und Abschlussmöglichkeiten hat W&W nach eigenen Angaben weitere Fortschritte erzielt. Nachdem das „Wüstenrot Wohnsparen“ seit diesem Frühjahr online-abschlussfähig ist, konnten im dritten Quartal weitere Kernprodukte ihre Online-Premiere feiern. Dazu zählen bei den Versicherungen eine Unfallversicherung und die Risikolebensversicherung.

Für den restlichen Jahresverlauf ist der neue W&W-Vorstand Jürgen A. Junker optimistisch: „Online oder offline – vertrieblich greifen bei uns immer mehr Räder ineinander. Wir fördern insbesondere die gegenseitige Kooperation von Wüstenrot und Württembergische vor Ort an der Schnittstelle zum Kunden.“ (kb)

Foto: W&W

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