11. November 2016, 09:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

W&W wächst weiter

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) konnte in den ersten neun Monaten 2016 weitere Zuwächse im Neugeschäft verbuchen. Die Ergebnis-Prognose von über 220 Millionen Euro für das Gesamtjahr hat das Unternehmen vor diesem Hintergrund bekräftigt – vorausgesetzt, außergewöhnliche Belastungen infolge extremer Schäden oder besonderer Kapitalmarktereignisse bleiben weiter aus.

Erdland Gross 1108 in W&W wächst weiter

Für Vorstandschef Alexander Erdland verdeutlicht der positive Jahresverlauf erneut die solide Positionierung von W&W im Markt.

Der Konzernüberschuss lag dabei mit 180 Millionen Euro unter dem auch durch Sondereffekte geprägten Vorjahreswert von 202 Millionen Euro – erwartungsgemäß, wie W&W mitteilte.

Die Wüstenrot Bausparkasse erzielte im Brutto-Neugeschäft eine Bausparsumme von 10,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (10,3 Milliarden Euro) entspricht. Noch stärker wuchs das Netto-Neugeschäft mit fast acht Prozent auf 8,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,2 Milliarden Euro). Das Baufinanzierungsgeschäft verringerte sich leicht auf vier Milliarden Euro, nach knapp 4,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Bei den Versicherungen erzielten die Personenversicherungen 1,7 Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge, was gegenüber dem Vorjahr (1,63 Milliarden Euro) einen Zuwachs von 4,4 Prozent darstellt. In der Schaden-/Unfallversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 2,5 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,38 Milliarden Euro).

Zahlreiche Schadenereignisse unter anderem durch die Frühjahrsstürme führten nach Angaben des Unternehmens zu einer Erhöhung der Elementarschäden (brutto) um mehr als 14 Millionen Euro auf 74 Millionen Euro. Gleichwohl gingen in der Schaden-/Unfallversicherung die Versicherungsleistungen insgesamt zurück. Dies sei nicht zuletzt auf eine risikobewusste Zeichnungspolitik in den vergangenen Jahren zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Bei der Schaden-Kosten-Quote (brutto) konnte ein nochmals verbesserter Wert von 91,3 Prozent (Vorjahr: 93,1 Prozent) erreicht werden.

Digitalisierungsoffensive gewinnt an Schwung

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich laut W&W um 8,6 Millionen Euro auf 786,5 Millionen Euro. Man habe trotz tariflicher Gehaltssteigerungen insbesondere die Personalaufwendungen erneut zurückgefahren können.

“Der positive Jahresverlauf verdeutlicht erneut unsere solide Positionierung im Markt. Mit unserem Fokus auf Kundenorientierung und finanzielle Solidität können wir am Markt punkten und zugleich unseren Handlungsspielraum für Neues erweitern. Beispielhaft dafür steht unsere Digitalisierungsoffensive, die zunehmend an Schwung gewinnt”, erklärte Vorstandschef Dr. Alexander Erdland.

Optimismus für den weiteren Jahresverlauf

Bei der im Rahmen des Wachstumsprogramms “W&W@2020” eingeleiteten Anpassung an veränderte Kundengewohnheiten und dem verstärkten Trend zu elektronischen Kontakt- und Abschlussmöglichkeiten hat W&W nach eigenen Angaben weitere Fortschritte erzielt. Nachdem das “Wüstenrot Wohnsparen” seit diesem Frühjahr online-abschlussfähig ist, konnten im dritten Quartal weitere Kernprodukte ihre Online-Premiere feiern. Dazu zählen bei den Versicherungen eine Unfallversicherung und die Risikolebensversicherung.

Für den restlichen Jahresverlauf ist der neue W&W-Vorstand Jürgen A. Junker optimistisch: “Online oder offline – vertrieblich greifen bei uns immer mehr Räder ineinander. Wir fördern insbesondere die gegenseitige Kooperation von Wüstenrot und Württembergische vor Ort an der Schnittstelle zum Kunden.” (kb)

Foto: W&W

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentenpolitik: Grundsätze der Versicherungsmathematik nicht aus den Augen verlieren ­

„Die Rentenkommission der Bundesregierung hat bedauerlicherweise die Chance verstreichen lassen, das deutsche Rentensystem dauerhaft zukunftsfest zu machen“, betont der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) Dr. Guido Bader nach eingehender Analyse der Kommissionsempfehlungen.

mehr ...

Immobilien

Aktivität der Projektentwickler kühlt ab

Schon vor Corona ist der Markt für Immobilien-Projektentwicklungen in Deutschland deutlich abgekühlt. Vor allem Wohnungsbauprojekte gehen zurück. Das ergab die “Projektentwicklerstudie 2020” des Marktforschungsunternehmens bulwiengesa.

mehr ...

Investmentfonds

Chris Iggo: Leugnung, Panik, Hoffnung

Chris Iggo, CIO Core Investments  bei Axa Investment Managers (AXA IM) über die Corona-Krise und die Perspektiven für die Kapitalmärkte.

mehr ...

Berater

WhoFinance hilft bei der Suche nach Fördermittel-Beratern

Die Finanzberatungsplattform WhoFinance hat in Anbetracht der Coronakrise ein Verzeichnis von Fördermittel-Beratern erstellt. Dort findet man Berater, die Unternehmen und Selbstständigen bundesweit per Videoberatung in der Krise helfen wollen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Online-Tool für RWB-Vertriebspartner stärker gefragt

Die RWB Group, Spezialist für Private-Equity-Dachfonds, stellt ihren angebundenen Vertriebspartnern eine hauseigene Online-Beratungs- und Zeichnungsplattform zur Verfügung. Die Nachfrage danach hat in den letzten beiden Wochen spürbar zugenommen, so das Unternehmen.

mehr ...

Recht

Coronavirus: Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern

Muss ich ins Büro, wenn der Kollege hustet? Wie muss mich mein Arbeitgeber vor dem Coronavirus schützen? Was ist, wenn ich nicht ins Büro komme, weil Bus und Bahn nicht mehr fahren? Muss ich meinem Chef meine Handynummer geben, wenn er mich ins Home-Office schickt? Darf ich mich weigern, zu Hause zu arbeiten? Muss ich Überstunden wegen der Corona-Krise machen? Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich in Quarantäne geschickt werde? Fragen über Fragen, die sich in einer sehr besonderen Zeit wohl jeder Arbeitnehmer früher oder später stellt. Die Arag-Experten gaben Antworten.

mehr ...