3. August 2017, 15:23
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Bauherren wünschen besseren rechtlichen Schutz

Mehr Verbraucherrechte, stärkere finanzielle Förderung, langfristige Planungssicherheit – private Bauherren und Immobilienkäufer wünschen sich mehr Unterstützung durch die Politik. Dies ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bauherren-Schutzbund. Die Gründe dafür sind vielfältig.

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Florian Becker: “Private Bauherren und Wohnungskäufer sind eine bedeutsame Verbrauchergruppe, sie schaffen dringend benötigten Wohnraum.”

Die Ergebnisse der einer Forsa-Umfrage zeigen,dass die Befragten sich gegenüber ihrem Baupartner oder Bauträger nicht ausreichend rechtlich geschützt fühlen: 84 Prozent fürchten eine Insolvenz, 80 Prozent Rechtsstreitigkeiten und 67 Prozent Schwierigkeiten bei der Durchsetzung ihrer Interessen. Die Umfrage wurde im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes (BSB) durchgeführt.

Florian Becker, Geschäftsführer des BSB, sagt: “Private Bauherren und Wohnungskäufer sind eine bedeutsame Verbrauchergruppe mit großem wirtschaftlichen Engagement und sie schaffen dringend benötigten Wohnraum.” Damit sie bei ihren Vorhaben rechtlich besser geschützt sind, müsse der gesetzliche Interessenausgleich am Bau weiter ausgebaut werden, so der Verbraucherschützer.

Verbraucher wünschen sich finanzielle Förderung

Auf die Frage, was die Politik tun müsse, um Verbraucher beim Erwerb von Wohneigentum oder beim Hausbau stärker zu unterstützen, plädieren laut BSB drei Viertel für mehr Verbraucherechte. Dies bedeute: Kündigungs- und Rückabwicklungsrechte im Pleitefall des Unternehmens und die Möglichkeit, Mängelbeseitigungen bereits während der Bauphase einfordern zu dürfen.

Auch Wohnungskäufer müssten schon in der Bauphase als Erwerbergemeinschaft rechtssicher Entscheidungen treffen können. Fast die Hälfte der Befragten wünsche sich mehr finanzielle Förderung. “Dies ist wichtig, damit Verbraucher auch in städtischen Ballungsgebieten weiterhin bauen können, wo die Preise für Wohneigentum weiter stark steigen”, so Becker.

Neues Bauvertragsrecht ab 2018

45 Prozent würden sich des Weiteren für moderate Vorgaben beim energieeffizienten Bauen aussprechen. Die Regelungen müssten für Bauherren wirtschaftlich sinnvoll sein und ihnen eine langfristige Planung erlauben.

Weitere Sorgen der Verbraucher, wie unverständliche Vertragswerke (78 Prozent) oder eine Verzögerung der Bauzeit (61 Prozent), könnten hingegen bald geringer werden. So sind mit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts ab 2018 Inhalte der Baubeschreibung und Angaben zur Bauzeit in Bauverträgen gesetzlich vorgeschrieben. (kl)

Foto: Shutterstock

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