5. Mai 2017, 08:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

So behalten Sie die Baukosten im Blick

Bauherren sollten ihr Bauvorhaben genau planen und Änderungen mit allen Beteiligten so schnell wie möglich absprechen, um die Kosten im Blick zu behalten. Tipps von Rechtsanwältin Kathrin Heerdt von der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (Arge Baurecht).

Baufi in So behalten Sie die Baukosten im Blick

Um die Kosten überschaubar zu halten, ist eine genaue Absprache mit allen Beteiligten eines Bauvorhabens wichtig.

Üblicherweise ist das Budget der Dreh- und Angelpunkt für Planung und Ausführung eines Bauvorhabens. Um die Kosten während der gesamten Bauzeit fest im Griff zu behalten, sollten Bauherren schon vor Beginn des Baus eine genaue Kostenübersicht erstellen.

“Im Grunde geht es nur darum, beauftragte und erbrachte Leistungen abzugleichen”,“sagt Rechtsanwältin Kathrin Heerdt von der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (Arge Baurecht). “Doch in den seltensten Fällen wird ein Bau so abgewickelt, wie bei Vertragsschluss vereinbart.” Die Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht erläutert, worauf Bauherren achten sollten und wie sie auf Pannen reagieren sollten.

Leistungen abstimmen

Am Bau eines einfachen Einfamilienhauses seien in der Regel zehn bis 15 unterschiedliche Handwerksfirmen beteiligt. Bei der Zusammenarbeit von so einer großen Anzahl verschiedener Gewerken könnten an vielen Stellen Missverständnisse entstehen, aus denen Streitigkeiten resultieren.

“Fachleute haben oft ein anderes Verständnis von Baubegriffen als unerfahrene Bauherren”, sagt Heerdt. Vor der Schließung von Verträgen, sollten alle Vertragspartner ein einheitliches Verständnis der Leistungen bis hin zu kleinen Details haben.

Das Leistungsprogramm sollte am Ende von allen Vertragsparteien verstanden und abgestimmt worden sein. Dafür sei es wichtig, dass Bauherren im ersten Gespräch mit Architekten oder Bauunternehmer unmissverständlich ihren Kostenrahmen klarmachen. “Der Architekt kann dann die Vorstellungen des Bauherrn sehr schnell einschätzen und das Bauvolumen auf Machbarkeit prüfen”, so Heerdt.

Soll das Bauvorhaben in Eigenregie geleitet werden, sollte man sich vorher fragen, ob die eigene Fachkunde und Beurteilungsfähigkeit reicht oder ob man in professionelle Unterstützung investiert. Aus rechtlicher Sicht rät Heerdt dringend zur sorgfältigen Vertragsgestaltung, Vereinbarung von Sicherheiten und Überprüfung der abgerechneten mit den ausgeführten Leistungen.

Änderungswünsche absprechen

“Änderungswünsche halten Bauunerfahrene schnell für Kleinigkeiten und vergessen dabei, realistisch an die finanziellen und zeitlichen Konsequenzen zu denken”, warnt Heerdt. Gebäudeplanung und Projektsteuerung seien komplex und reagieren empfindlich auf kurzfristige Änderungen.

Gewünschte Veränderungen oder nicht erfüllte Erwartungen sollten offen kommuniziert werden, um so zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Auch bei gründlicher Planung sei das auf dem Bau nicht immer möglich und es komme zu Unstimmigkeiten.

Bei Streit neutrale Dritte hinzuziehen

“Dann ist es das allerwichtigste, im Gespräch zu bleiben, auch wenn das Verhältnis zwischen Bauherr, Architekt und Bauausführenden schon einigermaßen gestört ist”, rät Heerdt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Bausachverständiger eingeschaltet werden.

Auch eine baurechtliche Einschätzung könne helfen. Auf Basis einer realistischen Einschätzung durch neutrale Instanzen würden sich die Beteiligten eher einsichtig  zeigen und eine auskömmliche Lösung finden. Die Kosten dafür seien im Verhältnis zu dem, was auf dem Spiel steht, sehr überschaubar. (kl)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...