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22. Juni 2017, 12:54
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Boom ohne Blase?

Deuten die gestiegenen Kaufpreise für Wohnimmobilien auf eine Blase hin oder sind die steigenden Preise durch nachhaltige Wertsteigerungen und die wachsende Nachfrage gerechtfertigt? Das DIW hat die Immobilienmärkte von 127 Städten untersucht, um diese Frage zu beantworten.

Haus-blase-750-shutterstock in Boom ohne Blase?

Nicht überall sind die stark steigenden Immobilienpreise fundamental gerechtfertigt. Auf Teilmärkten spricht das DIW von Preisblasen.

Obwohl die Preise für Wohnimmobilien in den 127 größten deutschen Städten in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen sind, gibt es nach wie vor kaum Hinweise auf eine landesweite Immobilienpreisblase. Doch in Teilmärkten gebe es sehr wohl Übertreibungen.

Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, das die Entwicklung der Kaufpreise in den 127 größten Städten untersucht hat.

Demnach waren Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr zwar um etwa 54 Prozent teurer als sieben Jahre zuvor, Eigenheime kosteten 38 bis 45 Prozent mehr und Grundstücke sogar 64 Prozent.

Regional begrenzte Übertreibungen

Dennoch gebe es höchstens regional begrenzte Übertreibungen in Teilmärkten, etwa im relativ kleinen Segment des Geschosswohnungsneubaus. “Ein spekulatives Anlegerverhalten, das beispielsweise in den USA eine schwere weltwirtschaftliche Krise ausgelöst hat, ist in Deutschland nicht zu beobachten”, sagt DIW-Ökonom Claus Michelsen, der die Studie gemeinsam mit Konstantin Kholodilin verfasst hat.

“Die Preise steigen zwar weiter kräftig an – das ist aber weitgehend durch die ebenfalls kräftige Entwicklung der Mieten gedeckt. Für die Politik bedeuten die Ergebnisse aber keineswegs, dass sie sich beruhigt zurücklehnen darf”, so Michelsen weiter.

Steigende Preise sind kein Synonym für Blasen

Zwar habe die Finanzmarktaufsicht seit einigen Monaten mehr Möglichkeiten, in die Entwicklung des Immobilienmarktes einzugreifen, jedoch habe die Gesetzgebung den Einfluss der verschiedenen Maßnahmen wieder geschwächt. Handlungsbedarf bestehe also weiterhin.

Sorgen über eine spekulationsgetriebene Immobilienpreisblase gebe es seit Jahren – nicht zuletzt, weil sie erhebliche Risiken für das Wirtschafts- und Finanzsystem mit sich bringen würde. Doch steigende Immobilienpreise seien, selbst wenn die Zunahmen deutlich sind, nicht zwingend ein Zeichen für eine entstehende Blase.

Seite zwei: Anzeichen für Immobilienpreisblasen ein einzelnen Regionen und Segmenten

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