12. April 2017, 15:50
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Empirica: Wachstum der Immobilienpreise weiterhin bedenklich

Die Preise für Wohnungen und Häuser in Deutschland haben auch im ersten Quartal 2017 deutlich zugelegt, so das Ergebnis des Empirica-Immobilienpreisindex. Das Researchinstitut unterstreicht ein weiteres Mal, dass eine Preiskorrektur zu erwarten sei.

Haus-preis-shutterstock 213954814 in Empirica: Wachstum der Immobilienpreise weiterhin bedenklich

Der Anstieg der Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen setzt sich weiter fort.

Im Durchschnitt aller Baujahre ist der Index für Eigentumswohnungen laut Empirica um 1,4 Prozent angestiegen, gleiches gelte für den Index von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Auch der Index für die Mietpreise legte laut Empirica weiter zu, mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber dem letzten Quartal sogar etwas stärker als die Preise von Eigentumswohnungen und Häusern.

Neubauwohnungen in Großstädten auf Jahressicht um 9,6 Prozent teurer

Der enorme Anstieg der Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen nehme weiter seinen Lauf. In kreisfreien Städten liegen die Kaufpreise laut Empirica derzeit 1,8 Prozent über dem Niveau des vergangenen Quartals, deutschlandweit 1,0 Prozent darüber. Lediglich in Landkreisen habe sich der Zuwachs mit plus 0,5 Prozent etwas verlangsamt.

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News-empirica-12042017-etw in Empirica: Wachstum der Immobilienpreise weiterhin bedenklich

Im Zwölf-Monatsvergleich seien die Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen deutschlandweit um 7,7 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten sogar um 9,6 Prozent. In den Landkreisen legte das Niveau um 6,4 Prozent zu.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 sind die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen laut Empirica deutschlandweit um 38,1 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten um 55,4 Prozent. In Landkreisen hätten sie im selben Zeitraum um 28,2 Prozent zugelegt.

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News-empirica-12042017-staedte in Empirica: Wachstum der Immobilienpreise weiterhin bedenklich

Empirica stuft die starken Preisanstiege weiterhin als bedenklich ein. Zwar handele es sich nicht um eine Blase im klassischen Sinne, da es weder ein Überangebot an Wohnungen noch eine überbordende Kreditvergabe gebe. “Nennen wir es also Preisübertreibung. Die Korrektur wird kommen, sobald Zinsen, Wohnungsangebot und Vermarktungsdauer steigen”, so Dr. Reiner Braun, Vorstand bei Empirica.

Seite 2: Stärkster Zuwachs bei Ein- und Zweifamilienhäusern

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