23. August 2017, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Crowdfunding: Worauf Anleger achten sollten

Immobilien sind das stärkste Segment im Crowdfunding-Markt. Wer in Immobilienprojekte via Crowdfunding investieren möchte, sollte laut Finanztest die folgenden vier Aspekte berücksichtigen.

Lage: Als risikoreich klassifiziert das Verbrauchermagazin kleinere Städte (außer Universitätsstandorte), schlechte Viertel, Stadtrandlagen mit ungünstiger Verkehrsanbindung und Standorte mit Umweltbelastungen.

Zustand: Bei Neubauten sowie Immobilien in sehr schlechtem Zustand, bei geringer Vermietungsquote und Mieterzahl sieht Finanztest ein erhöhtes Risiko.

Finanzierungsstruktur: Weitere Risikofaktoren seien zudem unerfahrene Projektentwickler und ein hoher Anteil an Fremdkapital – etwa Bankkredite. Bei einem Kapitalanteil des Entwicklers unter zehn Prozent, ist demnach der “Puffer für Anleger” zu gering.

Rendite: Der versprochene Zins sollte laut Finanztest umso höher ausfallen, je höher das Risiko ist.

Die Schwarmfinanzierung junger Unternehmen ist dem Verbrauchermagazin zufolge das ältestes Segment im Crowdfunding-Markt. Die Anlage sei allerdings sehr risikoreich, da selbst ein marktreifes Produkt sich noch als Ladenhüter erweisen könne. Beim Crowdfunding von Start-ups sollten Anleger daher drei Punkte beachten.

Zustand: Risiken für Anleger sieht Finanztest vor allem bei unerfahrenen Gründern, neu gegründeten Unternehmen und hohen Schulden.

Geschäftsmodell: Vorsicht sei auch bei Geschäftsmodelle geboten, die noch keinen Praxistest hinter sich haben – insbesondere wenn das Produkt noch nicht die Marktreife erreicht hätte.

Beteiligungsquote: Seien Start-ups schon vor dem Einstieg hoch bewertet worden, sei die Investition wenig aussichtsreich, da die Anleger nur einen relativ geringen Anteil erhielten.

Seite drei: Tipps zum Crowdfunding-Segment Erneuerbare Energien

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Hallo zusammen,
    wir in Deutschland sind langsam Meister Innovationen klein zu reden und still zu legen. Könnt Ihr mir bitte erklären, wo das große Risiko an einem Wattpapier ist. Klar ist ein kleines Risiko vorhanden, aber Sie beschrieben das so als würde das Geld von Anfang an weg sein. Es handelt sich um einen Forderungskaufvertrag. Erstrangig.

    Hier wird schon bevor man sich mit dem Thema befassen kann Angst geschürt, damit niemand sich mit dem Thema befassen soll.

    Aber wie es aussieht ist die Finanzlobby doch stärker als die Startups die diese Innovationen tragen.
    Ich finde man sollte sich ganz klar über die Risiken klar sein, aber wenn der Bankangstellte mir jedes Mal versucht irgendein Mist anzudrehen, welches meistens riskanter ist als Crowdinvesting, wird über die leider nicht berichtet.
    Mich würde es interessieren, ob die Journalisten Testkäufe auf den verschiedenen Plattformen gemacht haben?

    Bitte lass die Menschen beurteilen, wie Sie die neue Arte der Finanzierung finden ohne negativen Einfluss zu nehmen.

    Kommentar von Ängstigen ist das neue Motto der Journalisten — 25. August 2017 @ 13:06

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Next new normal – Wie Corona die Assekuranz nachhaltig verändert

Ziemlich unvorbereitet hat die Corona-Pandemie im März 2020 die Assekuranz getroffen. Seitdem laufen die Geschäfte – in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und unter komplett neuen Rahmenbedingungen. Wie gut das den Versicherern gelingt, zeigt eine aktuelle Studie der Versicherungsforen Leipzig.

mehr ...

Immobilien

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: Das sind die Änderungen

Im Herbst 2020 wird voraussichtlich die Reform des Wohnungseignetumsgesetzes (WEG) mit wesentlichen Änderungen in Kraft treten. Dr. Christian Waigel, Waigel Rechtsanwälte, hat die zum Teil erheblichen Änderungen für Eigentümer zusammengefasst.

mehr ...

Investmentfonds

Wirecard: Philippinische Behörden erwarten lange Ermittlungen

Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard werden die Ermittlungen auf den Philippinen den Justizbehörden zufolge monatelang dauern. Die zuständige Anti-Geldwäsche-Behörde (AMLC) der Regierung in Manila überprüfe im Zusammenhang mit dem Skandal mittlerweile 50 Menschen und Organisationen, sagte AMLC-Direktor Mel Racela der Deutschen Presse-Agentur. “Wir werden jeden Stein umdrehen.”

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei Girokonto-Gebühren – Vergleichswebseite gestartet

Die erste unabhängige und kostenlose Internetseite zum Vergleich von Girokonten-Kosten ist an den Start gegangen. Der TÜV Saarland erteilte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dafür dem Vergleichsportal Check24 die Zertifizierung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Private Equity Dachfonds steigert Platzierung bei Institutionellen

Die Private Equity Unternehmen Solutio AG und Pantheon haben ihren zweiten gemeinsamen Dachfonds Solution Premium Private Equity VII mit Zeichnungszusagen von 553 Millionen Euro geschlossen (“Final Closing”). Das seien zehn Prozent mehr als beim Vorgängerfonds.

mehr ...

Recht

Corona-Hilfskredite: Große Herausforderungen

Der Gesetzgeber hat auf die Coronakrise mit vielfältigen Maßnahmen zügig reagiert. Generell zielen die Maßnahmen darauf ab, die Folgen für Privatpersonen und Verbraucher abzufedern. Wie mit Krediten umzugehen ist, die an Unternehmen projektbezogen oder zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebs ausgereicht wurden. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Ferdinand Unzicker

mehr ...