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18. Oktober 2017, 13:12
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Deutschland, Schweiz, Österreich: Wo Wohnen am meisten kostet

Trotz der steigenden Kauf- und Mietpreise ist Wohnen in Deutschland noch günstig, im Vergleich mit der Schweiz und Österreich. Auch, wenn man den Anteil der Wohnkosten am Einkommen betrachtet. Immowelt hat die Preise der jeweils fünf größten Städte miteinander verglichen.

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Immowelt hat die Quadratmeterpreise für Wohnimmobilien in den fünf größten Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz analysiert.

Deutschlandweit sind die Preise für Wohneigentum in den Städten stark gestiegen. Doch verglichen mit den größten Städten Österreichs und der Schweiz sind die Kosten für Eigentumswohnungen und Häuser in Deutschland noch moderat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Immowelt.

Dafür wurden die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den jeweils fünf größten Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz untersucht. Selbst der deutsche Spitzenreiter München kommt mit Preisen von 6.520 Euro pro Quadratmeter im Median nicht an Zürich (10.940 Euro pro Quadratmeter), Genf (10.690 Euro pro Quadratmeter) oder Lausanne (8.180 Euro pro Quadratmeter) heran.

Hauptstädte im Vergleich

Trotz enormer Steigerungen in den letzten Jahren sind in Berlin die Preise für Wohneigentum nach den Ergebnissen von Immowelt noch vergleichsweise niedrig. Wohnungen und Häuser würden dort für 3.320 Euro pro Quadratmeter im Median angeboten. Sowohl in der österreichischen als auch der schweizerischen Hauptstadt seien Kaufimmobilien deutlich teurer. In Wien würden die Kaufpreise bei 4.500 Euro pro Quadratmeter liegen, in Bern bei 5.830 Euro pro Quadratmeter.

Berlin sei mit 3,5 Millionen Einwohnern zwar die größte der untersuchten Städte, das lasse aber  keine Rückschlüsse auf das Preisniveau zu. Innsbruck (4.930 Euro pro Quadratmeter), Salzburg (5.170 Euro pro Quadratmeter) und Lausanne (8.180 Euro pro Quadratmeter) haben zwar nur einen Bruchteil der Einwohner von Berlin, dafür aber umso höhere Preise für Wohneigentum. Ein Grund dafür sei, dass kleinere Städte schneller an ihre Wachstumsgrenzen stoßen würden, Neubauten würden immer rarer und Bestandsimmobilien würden so im Wert steigen.

Immowelt in Deutschland, Schweiz, Österreich: Wo Wohnen am meisten kostet

Quelle: Immowelt 2017

Beim Blick auf die jeweils fünf größten Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird deutlich, dass die deutschen Großstädte das niedrigste Preisniveau aufweisen. So liegen die Kaufpreise aller untersuchten schweizerischen Städte laut Immowelt über denen von Frankfurt (3.970 Euro pro Quadratmeter), Hamburg (3.790 Euro pro Quadratmeter), Berlin (3.320 Euro pro Quadratmeter) und Köln (2.940 Euro pro Quadratmeter).

Einzige Ausnahme sei München (6.520 Euro pro Quadratmeter). Nicht ganz so groß sei die Preisdifferenz zwischen Deutschland und Österreich: Dennoch liegen in der Alpenrepublik drei der Top fünf Städte über der 4.000-Euro-Marke und sind damit teurer als die meisten deutschen Großstädten.

Deutschland auch in Relation zum Einkommen am günstigsten

Bei der Einordnung der Preise lohne sich ein Blick auf die Einkommensstruktur in den drei Ländern: Die Schweizer führen das Kaufkraft-Ranking mit 42.142 Euro je Einwohner und Jahr an, Österreich (22.597 Euro pro Kopf und Jahr) und Deutschland (22.239 Euro pro Kopf jährlich) folgen mit deutlichem Abstand. Das geht aus dem GfK GeoMarketing hervor.

Die Schweizer hätten also im Durchschnitt fast doppelt so viel Kaufkraft wie die Deutschen. In den untersuchten Städten müssten Schweizer für ihr Eigenheim aber teilweise das Mehrfache der Preise in deutschen Metropolen bezahlen. Die Kaufkraft in Österreich liege hingegen mit der deutschen fast gleichauf. Doch auch hier seien Wohnimmobilien in den meisten großen Städten teurer als im Nachbarland.

Dass bei den Preisen in allen drei Ländern noch Luft nach oben ist, werde beim Blick auf andere europäische Metropolen deutlich. Laut einer Erhebung des Beratungsunternehmens Deloitte liegen die Preise in London bereits jenseits der 16.000-Euro-Marke, in Paris über 12.000 Euro pro Quadratmeter. (kl)

Foto: Shutterstock

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