28. Juli 2017, 15:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die teuersten Landkreise Niedersachsens

In Niedersachsen sind die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen in fast allen Regionen gestiegen. Am teuersten ist die Region Cuxhaven, wo ein Haushalt ungefähr drei Jahresnettoeinkommen für eine Wohnung ausgeben muss.

Cuxhaven-shutterstock 519312121 in Die teuersten Landkreise Niedersachsens

Im Landkreis Cuxhaven sind Wohnungen im Vergleich mit anderen niedersächsischen Regionen besonders teuer.

In nahezu allen niedersächsischen Regionen sind gebrauchte Eigentumswohnungen in den vergangenen drei Jahren deutlich teurer geworden. Mit einer jährlichen Steigerung von 23 Prozent kletterten die Preise im Landkreis Cuxhaven am stärksten. Das geht aus einer Pressemitteilung der LBS Nord hervor.

In Cuxhaven würden auch die höchsten Standardpreise verlangt: Die Hälfte aller inserierten Wohnungen in der Region werde für mindestens 2.227 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Spitzenpreise von über 3.000 Euro pro Quadratmeter

Diese Ergebnisse hat die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin – Hannover (LBS Nord) im Rahmen ihres halbjährlich erscheinenden Kaufpreisspiegels veröffentlicht. Die Auswertung des Instituts Empirica bezieht sich auf die Immobilienangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen und Online-Portalen im ersten Quartal 2017.

Im Landkreis Cuxhaven müsse ein Haushalt gut das Dreifache seines Jahresnettoeinkommens aufbringen, um eine gebrauchte Eigentumswohnung bei einem mittleren Angebotspreis von 2.227 Euro zu erwerben.

Die Spitzenpreise in der Region seien bezogen auf ganz Niedersachsen ebenfalls relativ hoch: Im oberen Preissegment werde für ein Viertel aller Wohnungen mindestens 3.138 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Oldenburg belege wie bei der vorherigen Erhebung den zweiten Platz bei den Wohnungspreisen und sei damit die teuerste kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Eine gebrauchte Eigentumswohnung werde hier zu einem Standardpreis von 2.125 Euro pro Quadratmeter angeboten. Der Preis für einen Wohnungskauf entspreche nach den Berechnungen von Empirica 3,7 örtlichen Jahreseinkommen.

Hannover auf Platz drei

Mit einem Standardpreis von 2.120 Euro pro Quadratmeter belege die Landeshauptstadt Hannover Platz drei der niedersächsischen Preisskala. Auch in den Landkreisen Aurich (2.097 Euro pro Quadratmeter), Ammerland (2.081 Euro pro Quadratmeter), Harburg (2.050 Euro pro Quadratmeter) und Lüneburg (2.041 Euro pro Quadratmeter) sowie in der Stadt Braunschweig (2.055 Euro pro Quadratmeter) würden die Quadratmeterpreise über 2.000 Euro liegen. Käufer müssen in diesen Regionen das Drei- bis Vierfache eines Haushaltseinkommens für eine gebrauchte Eigentumswohnung aufwenden.

Die teuersten Wohnungen in Niedersachsen seien im Landkreis Aurich zu finden. Mit mindestens 6.658 Euro pro Quadratmeter würden hier die höchsten Spitzenpreise verlangt. Vor allem die Wohnungsangebote auf den Inseln Juist und Norderney mit Quadratmeterpreisen von 9.000 Euro und mehr treiben laut LBS das Preisniveau im Landkreis nach oben.

Günstige Wohnungen im Harz

In 45 von 47 Kreisen in Niedersachsen sind gebrauchte Eigentumswohnungen seit 2014 zum Teil erheblich teurer geworden. Neben dem Spitzenreiter Cuxhaven (plus 23 Prozent pro Jahr) gab es auch in den Städten Hannover, Osnabrück, Wolfsburg und Braunschweig sowie in den Landkreisen Celle, Verden, Gifhorn, Wesermarsch und Göttingen deutliche zweistellige Preissteigerungen zwischen elf und 15 Prozent jährlich.

Am günstigsten seien gebrauchte Eigentumswohnungen in Niedersachsen in den Landkreisen Osterode am Harz (556 Euro pro Quadratmeter) und Goslar (625 Euro pro Quadratmeter). Für den Kauf einer Wohnung müssten Haushalte hier weniger als ein Jahreseinkommen aufbringen.

“Die Preissteigerungen am niedersächsischen Wohnungsmarkt werden zum Teil noch durch die niedrigen Zinsen ausgeglichen. Aber besonders für junge Menschen wird der Einstieg ins Wohneigentum zunehmend schwerer. Hier muss die Politik dringend handeln, damit jungen Familien der Weg zur eigenen Immobilie nicht verbaut wird”, sagt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Die besten Kfz-Versicherer

Und es gibt erhebliche Preis-Leistungs-Unterschiede in der Kfz-Versicherung. Im Idealfall lassen sich bis zu 80 Prozent einsparen. Das zeigt das neue DISQ-Rating unter 27 Kfz-Versicherern, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Drei Einzeltarife erhielten ein „sehr gut“. Auf Platz eins kamen der Marktführer HUK-Coburg und  der Direktversicherer CosmosDirekt.

mehr ...

Immobilien

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Investmentfonds

Clartan Associés und Ethos bündeln Expertise in einem ESG-Fonds

Der unabhängige Vermögensverwalter Clartan Associés und die im Bereich der sozial-verantwortlichen Investitionen langjährig erfahrene Schweizer Ethos lancieren gemeinsam einen europäischen Nachhaltigkeitsfonds: den Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap.

mehr ...

Berater

Plansecur-Messe 2020 komplett digital

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur lädt zu ihrer coronabedingt ersten virtuellen Finanzplanungsmesse ein. Auf der ausschließlich für geladene Berater und Partner geöffneten Online-Veranstaltung werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Negative Zinsen auch im Immobilienbereich nicht mehr ausgeschlossen”

Die Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind günstig, auch wegen der weiter gesunkenen Zinsen. Dieses Bild zeichnete Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) anlässlich einer Online-Konferenz der Project Unternehmensgruppe. 

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...