Anzeige
20. März 2017, 10:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Schlüssel zu krisensicheren Einnahmequellen”

Um die Fairvesta-Gruppe aus Tübingen war es zuletzt recht ruhig geworden. Nun will das Unternehmen wieder Gas geben. Cash. sprach mit dem Handlungsbevollmächtigten Otmar Knoll über Entwicklung und Planungen.

Fairvesta

Otmar Knoll: “Grundsätzlich sind lukrative Handelsspannen meist in B- oder C-Lagen zu finden.”

Cash.: Wie haben sich die Fairvesta-Gruppe und ihre Fonds in den vergangenen zwei Jahren entwickelt?

Knoll: Die Jahre 2015 und 2016 haben wir effektiv zur Umstellung nach dem Kapitalanlagegesetzbuch genutzt. Wir haben Prozesse, Abläufe und das Personal so aufgestellt, dass wir ohne Wenn und Aber nach neuesten Standards zertifizierungsfähig sind. 2016 haben wir den Vertrieb erstmals exklusiv an Dritte vergeben, um uns operativ auf den Immobilienhandel und dessen Ausbau konzentrieren zu können. In 2015 und 2016 konnten wir so ein Transaktionsvolumen von circa 650 Millionen Euro erzielen – rund zwei Drittel unseres Gesamtbestands. Die beim Verkauf erzielte durchschnittliche Objektrendite betrug unabhängig von der Haltedauer rund 15,8 Prozent pro Jahr.

Welche Planungen haben Sie für die nächsten Monate und darüber hinaus?

Nachdem wir stark expandiert haben, folgt nun die Phase der Kosteneffizienz nach innen und der Wiederaufnahme des eigenen Vertriebs nach außen. Mitte/Ende März werden wir unseren ersten Basis-Workshop nach langer Zeit veranstalten. Darauf freuen sich alle riesig: Endlich wieder direkten Kontakt mit unseren Vermittlern. Voraussichtlich Ende Mai werden wir alocava XII schließen und den Ankauf der ersten Immobilie avisieren. Aktuell beschäftigen wir uns auch bereits mit einem Nachfolgeprodukt.

Welche Immobilien und Nutzungsarten haben derzeit aus Ihrer Sicht die besten Chancen?

Grundsätzlich sind lukrative Handelsspannen meist in B- oder C-Lagen zu finden. Das liegt einfach daran, dass große Investoren wie zum Beispiel milliardenschwere offene Fonds oder Family Offices in ihren Prospekten gern Hochglanz-Immobilien sehen oder Top-Lagen gar in deren Anlagerichtlinien zwingend vorgeschrieben sind. Wirklich Geld verdient wird damit aber nicht. Es wird nur für eine Zeit relativ sicher geparkt. Wirkliche “Renditebringer” sind oft äußerlich weniger attraktive, dafür aber umso wirtschaftlichere Immobilien. Wir investieren sehr gern in Einzelhandelsobjekte, Fachmärkte in guter Mikrolage, Shoppingcenter und Büroimmobilien mit Wachstumspotenzial, die wir aus Sondersituationen wie Bankenverwertungen erwerben. Zunehmend sind wir auch für Dritte als Dienstleiter tätig. Konkretes Beispiel: Wir sind von der Genossenschaft adamas beauftragt worden, eine Bestandsimmobilie im Zentrum von Stuttgart komplett nach neuesten Standards zu renovieren beziehungsweise komplett neu aufzubauen. Angesichts des geringen Neubauvolumens in Deutschland und des Platzmangels in Städten liegt hier ein Schlüssel zu krisensicheren Einnahmequellen.

Interview: Stefan Löwer

Foto: Thomas Bernhardt

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

3 Kommentare

  1. Ich selber habe in verschiedene fairvesta Fonds investiert und die sind alle schön im Plus. Vielleicht lesen Sie den Kontoauszug nicht richtig Herr Raimann. 17% Minus nach 7 Jahren – das klingt doch sehr nach Steuerwert und dieser sagt nicht besonders viel über Ihre Rendite aus. Am besten besuchen Sie auch einmal die Anlegerversammlung in Tübingen. Danach sind Sie auch richtig informiert.

    Kommentar von Markus Gall — 23. November 2017 @ 12:18

  2. P.s.: Nach telefonischer Rückfrage bei Fairvesta meinte die Buchhalterin: alles sei korrtekt berechnet worden und ich könnte froh sein das ich nicht beim Bäcker um die ecke investiert habe, da könnte das ganze Geld weg sein.

    Kommentar von Thomas Raimann — 5. Juli 2017 @ 19:38

  3. Alles Lug und trug. Ich bin auf fairvesta reingefallen. Nach 7 Jahren Anlage blieb ein fettes minus von 17%. Die Versprechungen zu Renditen und die Jährlichen Kontoauszüge sind nicht eingehalten. Finger weg von dieser Anlage!

    Kommentar von Thomas Raimann — 5. Juli 2017 @ 19:27

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Ersatzteile: GDV sieht “monopolartige” Strukuren

Bemerkenswerte Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen: So sind etwa Rückleuchten, Motorhauben und Windschutzscheiben in den letzten zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden. Von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um vier Prozent, Scheinwerfer sogar um sieben Prozent. Das geht aus einer GDV-Auswertung der Schadenkalkulations-Datenbank Audatex hervor.

mehr ...

Immobilien

Energieeffizientes Bauen zahlt sich nicht immer aus

Energieeffizientes Bauen entlastet den Geldbeutel privater Bauherren – was Politik und Hersteller häufig versprechen, trifft in der Praxis nicht immer zu. Die Verbraucherschutzorganisation nennt Tipps, damit sich Energiemaßnahmen wirklich lohnen.

mehr ...

Investmentfonds

So behalten Sie den Überblick über ihr Depot

Chaos im Depot, einseitige Anlagestrategie oder noch gar kein Depot? Wer sein Depot aufräumen oder neu aufbauen will, muss wissen wie. Dafür hat Stiftung Warentest eine Anleitung in vier Schritten erstellt und eine Übersicht über 18.000 Fonds und ETFs.

mehr ...

Berater

Keine Angst trotz Provisionsdeckel

Das nennt man wohl ein Remis: 47,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) gehen davon aus, dass die Auswirkungen eines Provisionsdeckels sie kaum treffen würde. Dagegen erwarten 30,3 Prozent spürbare Auswirkungen, für 22,5 Prozent wäre es hart oder sehr hart. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...