26. Januar 2017, 14:00
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Reichste Regionen: Dieser Anteil des Einkommens geht für die Miete weg

In den zehn reichsten Stadt- und Landkreisen liegt der Anteil des Einkommens, der für die Miete gezahlt werden muss, weit über dem deutschen Durchschnitt, das geht aus einer Auswertung des Immobilienportals Immowelt hervor.

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Das höhere Einkommen der Münchner wird durch die überproportional hohen Mieten der Stadt und in den umliegenden Landkreisen mehr als verzehrt.

In Deutschlands reichsten Kreisen stehen die Mieten kaum mehr im Verhältnis zur Kaufkraft. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Immobilienportals Immowelt, bei der die Nettokaltmieten mit der Kaufkraft in den zehn reichsten Stadt- und Landkreisen Deutschlands verglichen wurden.

Münchner zahlen auch im Verhältnis zum Einkommen die höchsten Mieten

Besonders drastisch sei das Verhältnis in München: Die Bewohner würden mit einer jährlichen Kaufkraft von 30.136 Euro pro Kopf zu den Top-Verdienern gehören. Sie haben laut Immowelt im Durchschnitt 36 Prozent mehr für Kleidung, Lebenshaltungs- und Wohnkosten zur Verfügung als der Durchschnittsdeutsche.

Wer zur Miete wohnt, habe davon allerdings nicht besonders viel: Denn die Mietpreise würden bei Neuvermietung mit 16,10 Euro pro Quadratmeter im Median 137 Prozent über dem Bundesschnitt von 6,80 Euro liegen.

Auch im Landkreis München seien die Mietpreise mit 13,30 Euro pro Quadratmeter fast doppelt so hoch wie im Deutschlandmittel. Das Gebiet liege mit einer Kaufkraft von 30.907 Euro (139 Prozent des bundesweiten Schnitts) sogar noch vor der durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft der Stadt München.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

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Die Bewohner in Deutschlands reichstem Landkreis Starnberg (12,50 Euro) haben nach Angaben von Immowelt zwar pro Kopf 45 Prozent mehr Kaufkraft als im Rest der Republik – aber sie müssen für das Leben im Umfeld von 5 Seen, den Bergen in Sichtweite und der Landeshauptstadt vor der Haustür eine um 86 Prozent höhere Miete bezahlen.

Frankfurter Einkommen verteuern Mieten in umliegenden Landkreisen

Auch in den Landkreisen um Frankfurt würden Mieter einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihre Einkommens für die Miete einplanen müssen. Bewohner des Hochtaunuskreises hätten mit 31.561 Euro jährlich 42 Prozent mehr Geld zum Ausgeben. Die Mieten würden mit 10,30 Euro pro Quadratmeter allerdings 52 Prozent über dem bundesdeutschen Schnitt liegen.

Der westlich angrenzende Main-Taunus-Kreis finde sich auf Platz fünf im Einkommens-Ranking: Während die Kaufkraft der Bevölkerung hier 35 Prozent über dem Bundesschnitt liege,würden die Nettokaltmieten mit 10,20 Euro 50 Prozent über der Durchschnittsmiete liegen.

Neben den beiden Ballungsgegenden in Bayern und Hessen finden sich nur noch zwei einzelne Gebiete unter den kaufkraftstärksten Kreisen: Auf Platz acht liege die Siemens-Stadt Erlangen mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 27.356 Euro, das seien 23 Prozent mehr als der Durchschnitt. Die Mieten kosten laut Immowelt im Median zehn Euro pro Quadratmeter und damit 47 Prozent mehr als im Deutschlandmittel.

An zehnter Stelle stehe der Landkreis Stormarn im Hamburger Nordosten: Hier hätten die Bewohner 20 Prozent mehr Kaufkraft, die Mieten würden mit 8,90 Euro aber noch 30 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. (kl)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Spielt keine Rolle, Fr. Nahles hebt nach der Anpassung der Ostrenten die Rente für die Münchner an……..

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 26. Januar 2017 @ 19:13

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