„Nur in Städte investieren, die gewisse Kriterien erfüllen“

Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind in den Wachstumszentren in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Lassen sich angesichts des hohen Preisniveaus noch auskömmliche Mietrenditen erzielen?

Die Gesamtrendite einer Immobilieninvestition wird nicht nur von der möglichen Bruttomietrendite beeinflusst. Mindestens genauso wichtig ist es, dass die geplanten Mieten in der Praxis auch zu 100 Prozent realisiert und nicht durch Leerstände oder Zahlungsausfälle reduziert werden. Weiterhin ist es sehr wichtig, ob die Immobilie später zu einem guten Preis verkauft werden kann. Dies hängt maßgeblich davon ab, ob die Immobilie von einem Eigennutzer oder von einem Kapitalanleger gekauft wird. Der Kapitalanleger wird den Kaufpreis auf Basis des Ertragswertverfahrens berechnen. Der Eigennutzer orientiert sich bei seinen Kaufpreisvorstellungen nicht an Bruttomietrenditen und ist bereit, einen wesentlich höheren Preis für die Immobilie zu zahlen. Aus diesem Grund bestehen teilweise auch sehr große Unterschiede bei der Bewertung des Marktwertes, je nachdem ob das Ertragswertverfahren oder das Sachwertverfahren zugrunde gelegt wird.

Was hat dies konkret für Auswirkungen auf Privatanleger?

Einfach ausgedrückt heißt das: Anleger sollten eine Kapitalanlageimmobilie nur an einem guten Standort zu einem marktüblichen Preis erwerben und wenn sie zudem sicher sind, dass diese später auch von Eigennutzern nachgefragt wird.

Interview: Barbara Kösling

Foto: DS Deutsche Sachwertakademie

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