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8. Februar 2017, 10:04
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“Übernahme der Wölbern-Fonds war ein Erfolg”

Cash. sprach mit Thomas Böcher, Geschäftsführer von Paribus Capital, über die Entwicklung der ehemaligen Fonds von Wölbern Invest, die Anfang 2014 von Paribus übernommen wurden.

Wölbern-Fonds

Thomas Böcher: ” 13 der Wölbern-Fonds haben wir noch in der Verwaltung.”

Cash.: Anfang 2014 hat Paribus den größten Teil der Immobilienfonds der insolventen Wölbern Invest übernommen. Wie ist der Zwischenstand oder das Fazit nach drei Jahren?

Böcher: 13 der Fonds haben wir noch in der Verwaltung. Bei vier der ehemaligen Wölbern-Fonds, von denen einer von Paribus nur als Dienstleister für eine externe Geschäftsführung verwaltet wurde, war die Insolvenz nicht zu vermeiden, weil die Objekte bereits ganz oder zu einem großen Teil leer standen und die Banken den Stecker gezogen haben.

Wie entwickeln sich die Fonds, die Sie noch in der Verwaltung haben?

Da gibt es tolle Geschichten, die uns viel Freude bereiten, und welche, bei denen die Freude etwas eingeschränkt ist. Für einen der Fonds konnten wir zum Beispiel durch die um Jahre vorzeitige Verlängerung des Mietvertrags die Finanzierung neu eindecken, sodass die Anleger nun damit rechnen können, insgesamt mit dem Investment zumindest keinen Verlust zu machen, also 100 Prozent der Beteiligung zurückzuerhalten. In einigen anderen Fällen wird das wohl nicht gelingen, auch weil die Banken uns nicht ausreichend Zeit geben. Das Problem ist dabei nicht immer die Liquidität, sondern das Verhältnis zwischen der Kreditsumme und dem aktuellen Verkehrswert des Objekts, also der sogenannte Loan to Value, kurz LTV. So ist zum Beispiel bei einem der Objekte der Mieter grundsätzlich bereit, seinen Vertrag zu verlängern. Obwohl auf dieser Basis bis 2021 sämtliche Zins- und Tilgungsansprüche erfüllt werden könnten, muss die Immobilie nun wahrscheinlich verkauft werden. Zum einen gibt die Bank uns nicht genügend Zeit zum Abschluss der Vertragsverlängerung. Zum anderen reicht ihr die Dauer der Verlängerung und die daraus resultierende Erhöhung des Verkehrswerts – und damit Absenkung des LTV – nicht aus. Für die Anleger wird das inklusive vorheriger Auszahlungen voraussichtlich zu einem Gesamtrückfluss von 50 bis 60 Prozent ihrer Einlage führen. In diesem Fall haben wir es dann lediglich geschafft, den Verlust von 90 Prozent auf 40 bis 50 Prozent zu reduzieren.

Seite zwei: “Übernahme war und ist insgesamt ein Erfolg

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