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5. Januar 2017, 14:54
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Wohnungspakete: Mehr Nachfrage als Angebot

Deutsche und internationale Investoren investierten nach Angaben von CBRE im vergangenen Jahr rund 13,7 Milliarden Euro in deutsche Wohnungspakete und Wohnanlagen ab 50 Einheiten. Der Anteil internationaler Käufer legte dabei deutlich zu.

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Wohnportfolios zählten auch im Jahr 2016 zu den beliebtesten Anlagezielen auf dem deutschen Immobilienmarkt

Das Mittel der vergangenen fünf Jahre wurde mit diesem Transaktionsvolumen nach Angaben des Immobilienberaters CBRE leicht übertroffen. Gegenüber dem Rekordwert aus 2015 in Höhe von knapp 23,3 Milliarden Euro, der unter anderem auf die Übernahme der Gagfah durch Vonovia zurückgeht, wurde allerdings ein Rückgang verzeichnet.

Starkes viertes Quartal

„Der diesjährige Umsatz wurde besonders durch das vierte Quartal bestimmt, das zu den umsatzstärksten Quartalen der letzten Jahre zählt“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 6,3 Milliarden Euro in den Monaten Oktober bis Dezember sei im letzten Quartal fast die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens 2016 realisiert worden.

Verantwortlich für das außergewöhnliche Quartalsergebnis seien insbesondere zwei milliardenschwere Transaktionen in Form der Conwert-Übernahme durch Vonovia und der Kauf des BGP-Portfolios durch Morgan-Stanley.

„Das sehr starke Jahresabschlussquartal verdeutlicht eindrucksvoll das ungebrochene Interesse der nationalen und zunehmend auch der internationalen Investoren am deutschen Wohninvestmentmarkt und unterstreicht die Stellung Deutschlands als sicherer Anlagehafen“, so Linsin.

Zunehmendes Interesse ausländischer Investoren

Heimische Investoren dominierten nach wie vor das hiesige Marktgeschehen und seien für knapp 70 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens im zurückliegenden Jahr verantwortlich.

Jedoch verdeutliche der auf rund 30 Prozent gestiegene Anteil internationaler Investoren – 2015 lag dieser noch bei 13 Prozent – deren stark gestiegenes Interesse an „German Resi“. Vor allem Investoren aus Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten trugen demnach 2016 zu dem von internationalen Investoren und Kapitalsammelstellen allokierten Investmentvolumen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro bei.

Projektentwicklungen beliebt

Rund drei Viertel des Transaktionsvolumens (10,2 Milliarden Euro) entfielen auf Bestandsportfolios. Der erzielte durchschnittliche Kaufpreis lag laut CBRE bei Bestandsportfolios bei 1.245 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

„Da der deutsche Wohninvestmentmarkt nach wie vor von einer hohen Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot dominiert wird, bietet der anziehende Neubau mit zuletzt über 300.000 genehmigten Wohneinheiten attraktive Investitionsziele“, erläutert Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland.

Parallel sei das investierte Volumen in Projektentwicklungen im vierten Jahr in Folge gestiegen und habe mit 3,5 Milliarden Euro einen Anteil von 25 Prozent am Gesamtergebnis erreicht. „Das ist bis dato der höchste relative Anteil am gesamten Transaktionsvolumen, den wir für Neubauprojekte registrieren konnten“, sagt Linsin.

„Besonders institutionelle Investoren wie Immobilienspezialfonds, Versicherungen und Pensionskassen fokussieren sich auf Core-Objekte an etablierten Standorten und sicherten sich zum Teil im Rahmen von Forward-Fundings einige Projektentwicklungen in den Topstandorten“, erklärt Lüttger.

Sie zählten mit einem Transaktionsvolumen von rund zwei Milliarden Euro oder rund 56 Prozent Marktanteil zu den aktivsten Käufergruppen der Neubauprojekte.

Seite 2: Steigende Nachfrage nach Studentenwohnheimen und Mikroapartments

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