12. Februar 2018, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Chancen an Rhein und Neckar

Immobilienanleger, die ein Objekt in einer deutschen Metropole erwerben wollen, müssen sich aufgrund der stark gestiegenen Preise mit geringen Renditen zufriedengeben. Die wirtschaftlich starke Region Rhein-Neckar bietet jedoch Standorte mit guten Erträgen.

Gastbeitrag von Peter Buhrmann, Alpha Real Estate Group

Chancen an Rhein und Neckar

Mit Wohnungen in Randlage von Heidelberg können Anleger Mietrenditen von etwa vier Prozent per annum erzielen.

Berlin oder Germersheim? In kaum einem Städteranking hätte die 20.000-Einwohner-Stadt am Rheinübergang nahe Karlsruhe auch nur den Hauch einer Chance.

Wer aber heute nach einer Kapitalanlagewohnung sucht, sollte von schierer Größe, Glamour und Bekanntheitsgrad absehen und in anderen Zusammenhängen denken.

So liegen beispielsweise die verfügbaren Haushaltseinkommen in Germersheim aktuell um vier Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Germersheim profitiert von guter Lage

Die Hauptstadt liegt um 14 Prozent darunter, während der Wohnungsleerstand gleichermaßen unter drei Prozent rangiert und die Zuwanderung gut ein Prozent per annum beträgt. Und auch beim Arbeitsmarkt spricht vieles für eine Wohnungsinvestition in der südpfälzischen Kreisstadt.

Hier sind momentan nur 3,8 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ohne Job. In Berlin ist man schon froh, wenn man für einige Monate unter die Zehn-Prozent-Marke rutscht.

Der Grund für die guten Wirtschafts- und Wohnungsmarktdaten ist die Lage von Germersheim in der Metropolen-Region Rhein-Neckar im Dreiländer-Eck zwischen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.

Wirtschaftlich starke Region

Das Gebiet umfasst die Großstädte Mannheim (306.000 Einwohner), Ludwigshafen (167.000) und Heidelberg (156.000) sowie deren Umland, den ländlicher geprägten Neckar-Odenwald-Kreis und die Südpfalz mit Städten wie Worms oder Speyer.

Zehn der 100 stärksten börsennotierten Unternehmen haben in der Region ihren Sitz. Neben Weltkonzernen wie BASF, SAP, Roche, Heidelberger Druckmaschinen, Heidelberg Cement, KSB oder Fuchs Petrolub sind in der Region viele mittelständische Unternehmen, Hidden Champions und innovative Startups ansässig.

Diese wiederum profitieren von einer Vielzahl von wissenschaftlichen Einrichtungen, darunter 23 Hochschulen und 30 weitere Forschungsinstituten.

Zukunftsfähiger Branchenmix

So ist der Campus-Nord des Karlsruher Instituts für Technologie mit seinen 3.600 Beschäftigten von Germersheim nur eine halbe Stunde entfernt. Und auch das Stammwerk der BASF in Ludwigshafen mit seinen knapp 40.000 Arbeitsplätzen ist in knapp 45 Minuten zu erreichen.

Die Wirtschaft in Rhein-Neckar zeichnet sich durch einen zukunftsträchtigen Branchenmix und einen hohen Anteil primärer Wertschöpfung sowie eine große Zahl börsennotierter Unternehmen aus.

Gemessen an deren Wert (230,2 Milliarden Euro) ist Rhein-Neckar der drittstärkste Wirtschaftsstandort der Bundesrepublik nach Rhein-Ruhr (441,7 Milliarden Euro) und München (418,9 Milliarden Euro), aber deutlich vor Hamburg (51,5 Milliarden Euro) oder Berlin (21,7 Milliarden Euro).

Seite zwei: Besonders hohe Exportquote

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Unwetterschäden an Autos und Häusern bisher bei 1,3 Milliarden Euro

Unwetter haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Versicherungsschäden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro an Wohnhäusern und Fahrzeugen angerichtet. “Gerade in Süddeutschland hatten Hagelkörner für viele Blechbeulen und Glasbruch gesorgt”, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag mit.

mehr ...

Immobilien

Kriminelle nutzen Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Berlin für schweren Betrug

Angesichts einer neuen Betrugsmasche warnt der Mieterbund in der rbb-Sendung SUPER.MARKT davor, Kautionen oder Abstandszahlungen bereits vor Beginn des Mietverhältnisses zu leisten. Beides “zahlt man immer erst beim Einzug. Bloß keine Vorkasse akzeptieren”, betont Reiner Wild vom Berliner Mieterverein gegenüber dem Verbrauchermagazin des rbb.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Studie zur IAA: Deutsche Twitter-Nutzer sind echte Autofans

Immer öfter beginnt die Suche nach einem fahrbaren Untersatz nicht im Autohaus, sondern auf Twitter. Hier tummeln sich Deutschlands Autofans, um sich über die neuesten Modelle zu informieren und auszutauschen. Zur Verdeutlichung: 62 Prozent der deutschen Twitter-Nutzer wollen stets über alle News der Autobranche auf dem Laufenden bleiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

4,9 Millionen Ermittlungsverfahren: Jedes Dritte betraf 2018 Vermögens- und Eigentumsdelikte

Im Jahr 2018 schlossen die Staatsanwaltschaften in Deutschland 4,9 Millionen Ermittlungsverfahren in Strafsachen ab. Das waren rund 81 000 beziehungsweise 1,7 % mehr als 2017. Die Ermittlungsverfahren wurden überwiegend von Polizeidienststellen an die Staatsanwaltschaften übergeben (81,6 %), teilt das Statistische Bundesamt mit.

mehr ...