Anzeige
27. August 2018, 14:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Mieten in deutschen Metropolen steigen rasant

Die Mieten in Deutschlands Großstädten steigen rasant, am stärksten in Berlin: Um 104 Prozent zogen dort die Preise seit 2008 an. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktanalyse von Immowelt, in der die Mietpreise aller 14 deutschen Städte mit über 500.000 Einwohnern verglichen wurden.

Prenzlauer-berg-berlin-altbau-renoviert-gentrifizierung-shutterstock 663766735 in Die Mieten in deutschen Metropolen steigen rasant

Wohnungen in Berlin Prenzlauer Berg: Erhebliches Wachstum der Mieten

Damit liege die Hauptstadt bei den absoluten Preisen mit 11,40 Euro pro Quadratmeter im Median inzwischen bundesweit auf Platz fünf. Besonders auffällig: Berlin habe 2008 mit 5,60 Euro noch am günstigen Ende der Preisskala gelegen – gleichauf mit Essen im Ruhrgebiet. Seitdem habe der stetige Zuzug den Mietmarkt der Hauptstadt massiv verteuert.

Plus von 61 Prozent in München

Auch in München hält der Boom mit einem Plus von 61 Prozent weiter an. Inzwischen liegt der Mietpreis dort bei 17,90 Euro pro Quadratmeter im Median und führt 2018 weiter die Preisskala an.

Aber nicht nur die Miete erreicht dort einen Spitzenwert – auch der Anteil leerstehender Immobilien ist laut Immowelt niedriger als in allen anderen untersuchten Städten und geht auf die null Prozent zu. Der Mietmarkt in München sei somit nicht nur am teuersten, er sei praktisch auch leergefegt.

Mit Nürnberg belegt eine weitere bayerische Stadt einen der Top-Drei-Plätze in Sachen Mietpreissteigerung. Von 6,50 Euro auf 10 Euro verteuerte sich hier die Miete seit 2008 (plus 54 Prozent). Auch in der Frankenmetropole liegt der Leerstand unter einem Prozent – freie Immobilien seien kaum noch auf dem Markt.

Mäßige Steigerungen in Ostdeutschland und im Ruhrgebiet

Deutlich geringer sind die Preissteigerungen laut Immowelt in den größten ostdeutschen Städten ausgefallen. In Leipzig und Dresden komme es zu einer Verteuerung von jeweils 35 Prozent. Der Quadratmeter koste in Leipzig aktuell 6,50 Euro.

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

News-immowelt-27082018 in Die Mieten in deutschen Metropolen steigen rasant

Beim Leerstand werde mit knapp unter fünf Prozent der höchste Wert unter allen untersuchten Städten erreicht. Dort hätten Suchende noch eine gewisse Auswahl – Besitzer müssten damit rechnen, bei einem Mieterwechsel ausgiebiger suchen zu müssen. Dresden ist mit 7,40 Euro etwas teurer und mit knapp zwei Prozent ist die Leerstandsquote weniger als halb so hoch wie in Leipzig.

In Dortmund verteuerten sich Immobilien in den letzten zehn Jahren um 35 Prozent, von 5,20 Euro auf sieben Euro. Im nahegelegenen Essen kam es lediglich zu einer Steigerung um 21 Prozent – der niedrigste Wert der untersuchten 14 Städte. Auch absolut betrachtet ist der Quadratmeter mit 6,80 Euro hier noch vergleichsweise günstig. Mit gut drei Prozent Leerstand gibt es zwar einige freie Immobilien, aber auch dieser Anteil ist im untersuchten Zeitraum zurückgegangen. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

2 Kommentare

  1. Wer jetzt nicht kauft wird es bereuen. Die Mieten werden sicher nicht mehr sinken.

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 29. August 2018 @ 19:42

  2. Wenn ich aktuell unsere Dresdner Objekte anschaue, liegen die Mieten beim Neubau über 10 € / m² und nie unter 8 € bei Bestandsimmobilien (Neuvermietung) Kommt der Preis bei Ihnen dadurch zustande, dass man die Wohnungen mitzählt, die seit 20 Jahren vermietet sind? Dann wäre München aber ebenfalls bei 11 €

    Kommentar von Uwe Mackowiak — 27. August 2018 @ 15:39

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Ausbildung, Studium, Arbeitslosigkeit: Wie Schulabgänger versichert werden

Für viele Schulabgänger beginnt der Ernst des Lebens mit einer Ausbildung, andere starten ins Studium. Wer keinen Platz für die Lehre oder an der Uni ergattert hat, ist möglicherweise erst einmal arbeitslos. Je nach Situation muss die Vorsorge und Krankenheitsabsicherung anders geregelt werden.

mehr ...

Immobilien

Ergebnisse des Wohngipfels: IVD zieht gemischte Bilanz

Der Wohngipfel im Kanzleramt ist zuende gegangen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem Veränderungen bei der Erstellung von Mietspiegeln und mehr Fördermittel für den Städtebau. Auch eine Erhöhung des Wohngelds ist geplant. Der Immobilienverband IVD sieht einige gute Ansätze, bemängelt aber zu viel Regulierung.

mehr ...

Investmentfonds

Warum der US-Handelskrieg eine Chance für die EU ist

Amerikas saure, nicht süße Handelspolitik zwingt China, Alternativen zu suchen. So belebt Peking die eurasische Seidenstraße wieder und holt Russland mit ins Boot. Beide Länder verbindet sicher keine Liebesbeziehung, aber für eine Vernunftehe gegen den gemeinsamen Feind USA reicht es allemal. Könnte man auch noch Europa anbinden, würde sich der bislang zeitintensive Seeweg chinesischer Exporte in die westliche Welt erheblich verkürzen. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Plausibilitätsprüfung! Unbegrenztes Haftungsrisiko für Vermittler?

Anlagevermittler sehen sich vor Gericht nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt, sie hätten die Plausibilität des Prospekts nicht geprüft. Wo sind die Grenzen und wie können Vermittler Pflichten reduzieren?

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium veröffentlicht geprüften Portfoliobericht

Solvium Capital, Anbieter von Direktinvestments in Container und Wechselkoffer, hat den aktuellen Portfoliobericht des Unternehmens vorgelegt. Anders als offenbar beim ehemaligen Konkurrenten P&R läuft demnach alles vertragskonform.

mehr ...

Recht

Welche finanziellen Vorteile die Eheschließung bringt

Heiraten – ja oder nein? Keine einfache Entscheidung, doch auch neben der Liebe gibt es gute Gründe dafür. Die Experten der DVAG erklären, wie sich Eheleute bei Steuern und Versicherungen besserstellen können und geben Tipps, was sie beachten sollten.

mehr ...