Anzeige
24. April 2018, 08:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einzelhandel setzt zu Jahresbeginn wieder stärker auf Metropolen

Der Anteil von Einzelhandelsanmietungen in den Metropolen hat nach Angaben von Jones Lang LaSalle im ersten Quartal 2018 wieder deutlich zugenommen. Dabei setze sich der Trend zur Anmietung kleinerer Flächen fort.

Einkaufszentrum-einzelhandel-shoppingcenter-paar-shutterstock 238826140 in Einzelhandel setzt zu Jahresbeginn wieder stärker auf Metropolen

Die Top-Ten-Standorte verzeichneten im ersten Quartal 2018 wieder deutlich mehr Flächenumsatz.

Am deutschen Retail-Vermietungsmarkt wurden laut Jones Lang LaSalle (JLL) zum Jahresbeginn insgesamt 119.400 Quadratmeter umgesetzt. Dabei ging die Fläche auf Jahressicht um fünf Prozent zurück, doch zugleich stieg die Anzahl der Anmietungen um neun Prozent auf 268 Fälle an.

Schon im fünften Jahr in Folge dominieren laut JLL die Flächengrößen unter 100 Quadratmetern sowie die Klasse darüber bis 250 Quadratmeter. Zusammen kamen sie im ersten Quartal auf rund 60 Prozent aller Abschlüsse. Nur jeder zehnte Abschluss weise mehr mehr als 1.000 Quadratmeter Fläche auf.

Deutlich mehr Umsatz an den Top-Standorten

Ein anderer Trend der vergangenen Quartale wurde laut JLL unterdessen gebrochen: Erstmals seit einem Jahr hätten die Big-Ten-Standorte ihren Anteil wieder ausbauen können. Mit 53.000 Quadratmetern erzielten die Metropolen einen Anteil von 44 Prozent. Vor einem Jahr seien es nur 18 Prozent gewesen, doch habe der Anteil langsam aber stetig wieder zugenommen.

„Hier pendelt sich der Markt langsam wieder ein. Nachdem die Mieten in den Spitzenlagen der Big Ten deutlich schneller gestiegen waren als die Handelsumsätze, verlagerte sich die Expansion in die B- und C-Standorte. Nun ist das Angebot auch dort zunehmend gefragt und zugleich kehrt bei den Vermietern in den Big Ten mehr Realismus bei erzielbaren Mieten ein. Entsprechend steigen auch in den Big Ten wieder die Chancen auf Neuanmietungen“, kommentiert Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany.

Köln und Leipzig besonders dynamisch

Besonders dynamisch hätten sich in den ersten drei Monaten des Jahres die Märkte in Köln (12.500 Quadratmeter) und Leipzig (11.900 Quadratmeter) gezeigt. Auch die meisten anderen Städte hätten einen teils deutlich besseren Start als noch vor einem Jahr verbucht – blieben langfristig gesehen aber auf niedrigem Niveau.

Allein Hamburg habe nach 8.600 Quadratmetern im Vorjahr einen Dämpfer hinnehmen müssen und diesmal nur 3.800 Quadratmeter erzielt. „Berlin findet sich diesmal nur im Mittelfeld wieder. Auch in den besten Lagen der Bundeshauptstadt steht mittlerweile mehr Angebot zur Verfügung und Mieter können es sich erlauben, eine Standortentscheidung genau zu prüfen, bevor sie unterschreiben“, erklärt Wichner.

Im Durchschnitt aller 185 erfassten Einzelhandelsstandorte gingen die Spitzenmieten laut JLL um drei Prozent zurück. Allerdings nicht einheitlich, sondern sehr unterschiedlich: So verzeichneten 105 Städte ebenfalls gleichbleibende Mieten, in 73 Fällen seien sinkende Werte zu beobachten und an sieben Standorten könne ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Dazu zählten unter anderem die bayerischen Städte Würzburg und Rosenheim. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Arbeiten im Alter: Wenn die Rente (nicht) reicht

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Besondern Frauen sind betroffen. Rund  31 Prozent gehen einer regelmäßigen bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern 28 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Alpin-Skigebiete: Wo Immobilien am gefragtesten sind

Noch zeigt sich das Wetter in Deutschland sommerlich warm, aber die nächste Wintersaison steht vor der Tür. Der Immobilienberater Knight Frank hat die Veränderungen bei den Immobilienpreisen in den französischen und Schweizer Alpin-Skigebieten untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Leadmanagement: Sales und Marketing müssen kooperieren

Kunden nehmen ein Unternehmen immer als Einheit wahr. Abteilungsgrenzen interessieren ihn nicht. Deshalb muss die interne Zusammenarbeit Hand in Hand funktionieren. Isoliert agierende “Silos“ kann man dabei nicht brauchen.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Einfach oder qualifiziert? Bei Rot ist Schluss mit lustig

Ob bewusst oder aus Versehen, ob im Auto oder auf dem  Fahrrad. Wer glaubt,  bei „Kirschgrün“ könne man mal eben schnell noch drüber hüpfen, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und es drohen saftige Strafen – von Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Haftstrafe.

 

mehr ...