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31. Mai 2018, 14:11
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Ferienhausbranche auf Wachstumskurs

Die Ferienhausanbieter sind nach einer aktuellen Umfrage zufrieden mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017. Das durchschnittliche Umsatzwachstum lag bei 13 Prozent, die Buchungen sind um zehn Prozent angestiegen. Die Erwartungen der Urlauber an die Qualität der Unterkunft sind in den vergangenen Jahren gewachsen.

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Die Bundesbürger verbringen ihren Urlaub bevorzugt im eigenen Land.

Positiv bewerten die Ferienhausvermittler, Veranstalter und Portale, dass die Qualität der Ferienhäuser und Appartements kontinuierlich steige, so die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands. Das erhöhe die Kundenzufriedenheit und die Rate der Buchungs-Rückkehrer.

Neben einer wertigen Unterkunft erwarteten Urlauber zunehmend eine schnelle Buchung mit variablen Anreisetagen und Aufenthalten. Die Ergebnisse der Umfrage skizzieren zum dritten Mal ein Stimmungsbild des deutschen Ferienhausmarkts.

Angebotsvielfalt zieht mehr Urlauber an

Die Anbieter werten die zunehmende Angebotsbreite als entscheidenden Grund für den Erfolg von Ferienwohnungen. Da es einen latenten Bedarf an individuellen Urlaubsquartieren gibt, steige die Urlaubernachfrage analog zum Angebot. Ferienhäuser könnten daher für viele Regionen eine Chance sein, um für steigende Gästezahlen zu sorgen, den Tourismus anzukurbeln und letztendlich von den Einnahmen zu profitieren.

Den zweiten Platz der Erfolgsfaktoren belegt nach Auffassung der Anbieter das steigende Bedürfnis nach Privatsphäre und Rückzug aus dem fremdbestimmten Alltag. An dritter Stelle liegt die unkomplizierte Buchung der Objekte, die das Business wesentlich schneller und flexibler gemacht habe. Eine direkte Online-Buchbarkeit und -Zahlung der Ferienhäuser lasse die Branche zum Hotelsegment aufschließen.

Deutschland beliebtestes Urlaubsland – Kroation auf Platz zwei

Seit Jahren gilt Kroatien als aufstrebende Ferienhausdestination. In 2017 lag das Reiseziel nach den Ergebnissen der Umfrage auf Platz zwei im Ranking der Urlaubsländer mit den meisten Buchungen, gefolgt von Italien und den niederländischen Nachbarn.

Unangefochten auf Platz eins liegen die Naherholungsgebiete in Deutschland. Dort nimmt die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns die Spitzenposition ein. Es folgen das Nordsee-Festland und die Ostseeküste in Schleswig-Holstein.

Die durchschnittliche Miete für das gebuchte Ferienhaus lag in den Sommerferien für eine Woche bei 987 Euro, das entspricht etwa 140 Euro pro Objekt und Tag. Im Schnitt teilten sich 4,5 Personen eine Ferienunterkunft und bevorzugten 2,6 Schlafzimmer. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 8,5 Tagen, gebucht wurden im Schnitt 84 Quadratmeter. Beliebtestes Suchkriterium auf den Portalen der Anbieter war das W-Lan, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit der Unterkunft und dem Pool. Platz vier und fünf gingen an den Geschirrspüler und die Sauna.

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Jahr 2018 stehen nach Einschätzung der Branche gut. Dass immer frühzeitiger in der Saison eine Ferienwohnung für den Sommer gebucht werde und überdurchschnittlich hochwertige Objekte in exponierter Lage gefragt sind, deuten die Anbieter als sicheres Signal für einen erneuten Zuwachs.

Überregulierungen verkomplizieren den Markt

Als größte Herausforderung werten die Anbieter den Ruf nach Zweckentfremdungsverboten in Städten und beliebten Regionen. In einigen Destinationen wurde die Vermietung in den letzten Jahren stark reglementiert. Dabei bleibe unberücksichtigt, dass die klassischen Ferien- und Zweitwohnungen nur einen geringen Anteil am Gesamtwohnungsmarkt einnehmen und auch als Dauerwohnraum den Mangel an fehlenden Wohnungen nicht auffangen könnten.

Anbieter wünschten sich daher einen umfangreichen Bestandsschutz und eine faire Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer. Nach Auffassung der Anbieter sollte genau geprüft werden, welche Auswirkungen Verbote und gesetzliche Einschränkungen auf den Wohnungsmarkt und die Branche in den einzelnen Kommunen haben. Regulierungen seien nur dann sinnvoll, wenn das Gleichgewicht zwischen Ferienwohnungen und Dauerwohnungen gefährdet ist. (bk)

Foto: Shutterstock

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